Erstellt am 14. November 2015, 15:12

Paris-Terror: Ewald Tatar ist "tief schockiert". Skalar-Geschäftsführer Tatar: Standards in Österreich sehr hoch.

Organisierte am Wiener Heldenplatz Konzert für Flüchtlinge: Der Forchtensteiner Ewald Tatar.  |  NOEN, Millendorfer
"Tief schockiert" zeigte sich Ewald Tatar, Geschäftsführer des Konzertveranstalters Skalar Entertainment, angesichts des verheerenden Anschlages bei einem Konzert der US-Rockband Eagles of Death Metal in Paris. In einer solchen Situation beginne man nachzudenken, wie weit die Sicherheit gewährleistet werden kann. Die Standards in Österreich seien jedenfalls sehr hoch, so Tatar.

Die Behördenauflagen bezüglich der Sicherheit auf Konzerten würden zwar "strengstens kontrolliert. Gegenüber solchen radikalen Menschen ist man natürlich trotzdem nicht hundertprozentig gefeit. Das zeigt auch, wie anfällig nicht nur Konzerte, sondern jede öffentliche Veranstaltung ist", erklärte Tatar. Er gehe davon aus, dass man jetzt vielerorts über Verschärfungen der Sicherheitsvorkehrungen nachdenken werde.

Vorkehrungen "auf höchstem Maßstab" 

Insgesamt tue bereits sehr viel, so Tatar, der auf die flächendeckenden "Bodychecks" oder die Praxis in alle Rucksäcke zu kontrollieren, verwies. Neben den Vorkehrungen, die die Veranstalter treffen, gebe es auch polizeiliche Überwachungen bei allen Konzerten. Er nehme an, dass auch in Paris die Vorkehrungen "auf höchstem Maßstab" waren.

Mit der Band sei man insofern "verbunden", als dass die Gruppe um Jesse Hughes (43) und Joshua Homme (42) erst im Juni am Nova Rock-Festival in Nickelsdorf (Burgenland) aufgetreten ist. Am 30. November hätte ein Konzert in der ausverkauften Wiener Arena stattfinden sollen. Die Eagles of Death Metal unterbrechen ihre Europa-Tournee nun allerdings und werden in die USA zurückkehren, vermeldete die Nachrichtenagentur AFP.