Erstellt am 25. Mai 2013, 08:31

Rainer Schönfelder ist "Dancing Star 2013". Die "Dancing Stars 2013" heißen Rainer Schönfelder und Partnerin Manuela Stöckl.

APA12897316 - 25052013 - WIEN - …STERREICH: 1.Platz an Manuela Stöckl mit Tanzpartner Rainer Schönfelder nach dem Finale von "Dancing Stars" am Freitag, 24. Mai 2013 im ORF-Zentrum am Küniglberg. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER  |  NOEN, HERBERT PFARRHOFER (APA)
Vier Monate Training, zwölf Wochen Showstrapazen und gut 100 Tänze hat es gebraucht, um den Sieger der achten Staffel der ORF-Tanzshow "Dancing Stars" zu bestimmen. Am Ende kam es zu einem "unergründlichen Mysterium", wie es der Sieger formulierte: Skirennläufer Rainer Schönfelder hatte am Freitagabend gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Manuela Stöckl die Nase vorn und verwies die Musicaldarsteller Marjan Shaki und Lukas Perman auf die Plätze. "Im ersten Moment war ich kurz leer", beschrieb Schönfelder den Augenblick der Entscheidung.

"Die Konkurrenz war enorm", gab sich der Profisportler auch angesichts der technischen Vorzüge seiner Finalgegner - beide durch ihre Arbeit keine ganz unerfahrenen Tänzer - realistisch. Aber schließlich habe er von der ersten Episode an "Lunte gerochen. Ich wollte einfach das Maximum herausholen. Was es schlussendlich aber ausgemacht hat, ist ein unergründliches Mysterium." Ob der Sieg mit einem Erfolg im Ski-Weltcup vergleichbar ist? "Mindestens mit einem Sieg in einem Rennen", so Schönfelder breit grinsend. Wie seine sportliche Karriere weiter gehen wird, "das wird man sehen. In einem Monat kann man dann weiter schauen."

Im Finale bot Schönfelder mit seinen Mitstreitern Zusehern wie Jury, bestehend aus Balazs Ekker, Nicole Burns-Hansen, Hannes Nedbal und Thomas Schäfer-Elmayer, jedenfalls Spannung pur. Marjan Shaki, im Vorfeld als Favoritin gehandelt, konnte die erste Voting- und Juryrunde mit Willi Gabalier an ihrer Seite souverän überstehen, überzeugten die beiden doch u.a. mit einem ebenso verspielten wie kraftvollen Discofox zu "Don't Stop 'til You Get Enough". Am Ende hieß es aber mit Platz Zwei Vorlieb nehmen, der Showtanz zu "1001 Nacht" zog beim Publikum trotz märchenhaftem Setting und Einlage mit einem fliegenden Teppich im Vergleich zu Schönfelders überzeugenden Michael-Jackson-Hommage den Kürzeren.

"Nach vier Monaten ist man am Rande seiner Kräfte", meinte die Musicaldarstellerin dann nach dem Finale. "Heute war ein großer Tag, auf den wir so lange hingearbeitet haben. Teilweise bin ich mir wie in einem Film vorgekommen", schmunzelte sie im Gespräch. Dem Sieg trauert sie allerdings nicht nach: "Ob Stern oder nicht, ist eigentlich nicht so wichtig. Man lebt für den Moment und nicht für die Plastiktrophäe." Dass sich Schönfelder beim Publikum durchsetzen konnte, war für sie durchaus nachvollziehbar. "Er hat eine enorme Entwicklung durchgemacht." In den nächsten Tagen steht bei Shaki nun ausschlafen an. "Aber ich werde das alles hier sehr vermissen."

Das Finale der letzten Zwei verpasst hat wiederum ihr Freund Lukas Perman. Nach dem zweiten Juryplatz in der Vorrunde gab es seitens der Zuschauer für ihn und Kathrin Menzinger nur das letzte Treppchen auf dem Stockerl zu ergattern. Der Sieg Schönfelders war für ihn "eine echte Überraschung". Er selbst will vor allem "ein schönes Bild" von den Erlebnissen mitnehmen. "Darauf kann ich dann zurückblicken." Sehr positiv viel auch das Resümme von Juror Schäfer-Elmayer aus: "Noch keine Staffel war so gut wie diese. Auch, weil die besten Tänzer am weitesten gekommen sind. Und wer sich im Finale durchsetzt, war wirklich nicht abzusehen."

Klar ist indess, dass die achte Auflage von "Dancing Stars" nicht die letzte letzte gewesen sein wird. "Wir haben fix vor, eine neunte Staffel zu machen", so ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm. "Das Format ist charmant, elegant, es passt einfach zu uns. Von allen Eventshows der vergangenen 15 Jahren ist 'Dancing Stars' mit Sicherheit die beständigste." Und obwohl die Quoten im Vergleich zu früheren Ausgaben leicht gesunken sind, befinde man sich nach wie vor auf einem "sehr hohen Niveau. Es ist klar, dass sich über die Jahre der Neuigkeitswert abnützt. Aber 'Dancing Stars' funktioniert bei allen Generationen, und das ist etwas besonderes."

Somit wird im kommenden Jahr wohl ein neuer Sieger zu der jetzt schon sehr ansehnlichen Liste der "Dancing Stars" hinzukommen. Ruhm und Ehre bereits „ertanzt“ und vor dem gestrengen Urteil bestanden haben bis dato Marika Lichter (2005), Manuel Ortega (2006), Klaus Eberhartinger (2007), Dorian Steidl (2008), Claudia Reiterer (2009), Astrid Wirtenberger (2011), Petra Frey (2012) und nun ein vom Ski-Profi zum Tanz-Profi gewordener Slalomspezialist.