Erstellt am 25. Juli 2013, 13:32

Rotes Kreuz mit Tipps für das Hitze-Wochenende. Momentan rollt eine Hitzewelle über Österreich und bringt neben schönem Wetter leider auch gesundheitliche Probleme mit sich. Der Chefarzt des RK Burgenland, OA Dr. Reinhold Renner, gibt Tipps, wie man sich am besten verhält.

„Das Problem ist nicht nur, dass es tagsüber sehr heiß ist“, meint Dr. Renner, „sondern vor allem auch, dass es in der Nacht kaum abkühlt. Dadurch kann sich der Körper nicht so erholen, wie er es gewöhnt ist. Vor allem ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, chronisch Kranke und Obdachlose sind gefährdet. Jedenfalls werden die Auswirkungen der Hitze oft unterschätzt.“

Ausreichend Flüssigkeit, aber Koffein oder Alkohol vermeiden

Renner nennt auch gleich das wichtigste Hilfsmittel: „Das Allerwichtigste ist, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Neben Wasser sind auch Kräuter- oder Früchtetees sowie verdünnte Fruchtsäfte gute Durstlöscher. Koffeinhaltige oder alkoholische Getränke sollte man nach Möglichkeit bei großer Hitze eher vermeiden“, erklärt Dr. Renner.

Die wichtigsten Hitzetipps des Roten Kreuzes auf einen Blick:
  • Viel trinken, auch wenn man noch nicht durstig ist!
  • Aufenthalt im Freien vermeiden! (vor allem in der heißesten Tageszeit)
  • Den Körper erfrischen!
  • Die eigenen vier Wände kühl halten!
  • Für andere sorgen!
  • Weite, helle und atmungsaktive Kleidung tragen!
  • Kühle Orte aufsuchen!
  • Leichte Kost essen! (z.B. Obst und Gemüse)
  • Keine Menschen und Tiere in geparkten Autos zurücklassen!
  • Erste Hilfe bei Hitze-Notfällen leisten!
„Natürlich sollte man auch auf den Sonnenschutz nicht vergessen“, erinnert der Arzt. „Lieber einen höheren Lichtschutzfaktor wählen und vor allem auch an eine Kopfbedeckung denken, damit die Sonne nicht direkt auf den Kopf strahlen kann.“

So helfen Sie bei Hitze-Notfällen

Die häufigsten Hitze-Notfälle sind Hitzschlag, „Sonnenstich“ und Hitzeerschöpfung/Hitzekollaps. Diese Notfälle erkennt man an Kopfschmerzen, Übelkeit (oft auch mit Erbrechen), Fieber, Schwindel, Schüttelfrost und großem Durst. Oft haben die Betroffenen auch einen hochroten Kopf.
 
Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind einfach, aber effektiv:
  • Person in den Schatten bringen
  • Für Ruhe Sorgen
  • Beengende Kleidungsstücke öffnen (Krawatte, Gürtel usw.), möglichst frische Luft zuführen.
  • Kalte Umschläge auf die Stirn legen
  • Bei erhaltenem Bewusstsein Wasser zu trinken geben
  • Bei erhaltenem Bewusstsein den Oberkörper erhöht lagern
  • Gegebenenfalls Notruf (144) absetzen, wenn sich der Zustand des Patienten bzw. der Patientin nicht verbessert.
Ein Folder mit den wichtigsten Hitzetipps des Roten Kreuzes kann außerdem auch im Internet heruntergeladen werden: http://www.roteskreuz.at/uploads/media/Hitzetipps_Folder_2012_01.pdf