Kobersdorf

Erstellt am 06. Juli 2016, 11:11

von BVZ Redaktion

Umjubelte Premiere in Kobersdorf. In „Otello darf nicht platzen“ zeigt sich das Ensemble rund um Intendant Wolfgang Böck in Hochform. Bei der Premiere gab’s viel Applaus und gute Laune.

Die Wettersorgen des Nachmittags waren pünktlich zu Vorstellungsbeginn vergessen, als Wolfgang Böck Dienstagabend im Kobersdorfer Schlosshof seine 13. Saison als Intendant einläutete. Mit Ken Ludwigs Komödienklassiker „Otello darf nicht platzen“ traf die Stückwahl genau den Geschmack des Publikums, was sich bei der Premiere mit reichlich Szenenapplaus und Jubel am Schluss zeigte.

Als italienischer Startenor im Liebes-Chaos zieht Böck mit grauer Haarpracht alle Register seines Könnens. Den cholerischen Operndirektor, der kurz vor der Aufführung in Panik gerät, gibt Erich Schleyer ebenso mit Leidenschaft wie Gerhard Kasal dessen Assistenten Max. Als Letzterer noch in die Rolle des totgeglaubten Tenors schlüpft, geht’s endgültig rund auf der Bühne. Mittendrin Marie-Therese Futterknecht als leidenschaftliche Gattin des Tenors sowie Gertrud Roll, Anna Kramer oder Alexander Braunshör.

Promi-Reigen zum Auftakt

Dabei fällt vor allem eines auf: Das Ensemble hat selbst großen Spaß daran, wie die Handlung in flottem Tempo – und im zurückhaltenden Bühnenbild von Erich Uiberlacker – von einem Lacher zum nächsten eilt. Bei all dem Übermut vergisst Regisseur Michael Gampe aber auch nicht auf den harmonischen Ablauf. Am Ende des Premierenabends waren die Zuschauer – unter ihnen auch jede Menge prominente Gäste – also rundum zufrieden …

„Otello darf nicht platzen“ ist noch bis 31. Juli (jeweils von Donnerstag bis Sonntag) afu Schloss Kobersdorf zu sehen.

Karten & Infos auf www.schlossspiele.com