Erstellt am 29. Oktober 2013, 22:51

Servitenkloster-Flüchtlinge in Kunst-Akademie. Die bisher im Wiener Servitenkloster untergebrachten Flüchtlinge rüsten sich für eine Nacht in der Akademie der Bildenden Künste.

Nach einer Diskussionsveranstaltung am Dienstagabend blieben sie in eben dieser und riefen später via Twitter auf, Schlafsäcke und Matratzen vorbeizubringen. Das Refugee Protest Camp Vienna lädt für Mittwoch zu einer Pressekonferenz.

Die 24 Flüchtlinge waren am Dienstagabend ursprünglich bei einer Diskussionsveranstaltung in der Akademie der Bildenden Künste, rund 200 Studierende waren ebenfalls anwesend. Da die Flüchtlinge jedoch per 30. Oktober wegen Renovierungsarbeiten aus ihrer bisherigen Bleibe im Servitenkloster ausziehen müssen, entschieden sie dann, über Nacht in der Akademie zu bleiben. Sie suchten dort Schutz, da sie befürchten, jemand aus der Gruppe könnte abgeschoben werden, erklärte ein Unterstützer gegenüber der APA. Weiterhin drängen sie darauf, gemeinsam untergebracht zu werden, doch bis jetzt seien ihnen lediglich Einzelquartiere angeboten worden.

Keine Räumung durch Polizei

War am frühen Abend noch unklar, ob sie tatsächlich in den Räumlichkeiten übernachten werden, veröffentlichten sie später über Twitter den Aufruf, "dringend" Schlafsäcke und Matratzen in die Akademie zu bringen. Die Rektorin der Akademie der Bildenden Künste soll laut einem Refugee-Unterstützer zwar dagegen sein, dass die Flüchtlinge die Nacht dort verbringen wollen. Sie werde jedoch auch nicht die Polizei zur Räumung rufen, sei versichert worden.

Weitere Informationen über die nächsten Schritte soll es am Mittwochvormittag geben. Das Refugee Protest Camp Vienna lud für 10.30 Uhr zu einer Pressekonferenz in die Aula der Akademie am Schillerplatz.