Erstellt am 29. Januar 2013, 13:13

Sonderschauen zu Bertoni, Haydn und Beethoven. Große Namen und viel Abwechslung bietet das heurige Ausstellungsprogramm des Burgenlandes.

 |  NOEN, Roland Schuller
In der Landesgalerie, die seit 30. November 2012 im KUZ Eisenstadt (Kultur- und Kongresszentrum) beheimatet ist, werden ab April Zeichnungen sowie kleine und große Plastiken des Bildhauers Wander Bertoni zu sehen sein. Außerdem Thema weiterer Sonderschauen: Haydn und Beethoven. In den Museen und Galerien des Landes werden 2013 Elementares, Avantgardistisches sowie Religion und Musik in den Mittelpunkt gestellt, so die Verantwortlichen heute, Dienstag, bei der Präsentation in Eisenstadt.

Im Landesmuseum widmet man sich ab 28. Februar den vier Elementen, ab 17. Mai dann "den eigenen vier Wänden" mit dem Dorfmuseum Mönchhof zu Gast. In der neu gestalteten Landesgalerie wird bereits seit 8. Jänner die Sonderschau "Schnittpunkt Burgenland. Wege der Kunst ins 21. Jahrhundert" gezeigt, die ab 11. April in eine Dauerausstellung verwandelt wird. Die Werke zur Entwicklung der Kunst im Burgenland werden dann auf einem Drittel der Fläche zu sehen sein. Zwei Drittel bleiben für die nachfolgende Sonderausstellung über Bertoni reserviert, erklärte Wolfgang Kuzmits, Geschäftsführer von Kultur Service Burgenland.

Die ehemalige Landesgalerie wird nun als "Projektraum" bezeichnet und bietet weiterhin Platz für Kunst und Kultur. Im September dreht sich vis a vis des Schlosses Esterhazy, dem Spielort der Internationalen Haydntage, alles um Haydn. Zum heurigen 25. Jubiläum der Konzertreihe werden nationale und internationale Künstler im Rahmen von "Ask for Haydn" über den einstigen Hofkapellmeister der Fürsten Esterhazy sprechen.

Um den Komponisten und seine Beziehung zu Beethoven dreht es sich bei der Sonderausstellung "Haydn und Beethoven. Begegnungen - Inspiration - Reflexion", die ab 22. März im nur wenige Meter entfernten Haydn-Haus zu besuchen ist. Im Rahmen der Dauerschau "Haydn bürgerlich - Zeugnisse privaten Lebens und Schaffens" werden unter anderem kürzlich freigelegte Wandmalereien gezeigt.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Programmgestaltung auch in Hinblick auf junge Besucher gelegt. Das Kinderkulturprogramm wurde weiterentwickelt und ausgebaut, teilte Kulturlandesrat Helmut Bieler (S) mit. Unter anderem werden wieder zahlreiche Mitmachführungen angeboten, bei denen die Kinder auf Erkundungstour gehen können. Auch Geburtstage können in den Museen gefeiert werden.

Im vergangenen Jahr haben rund 31.400 Besucher zwölf Sonderausstellungen, zwei Neugestaltungen, 225 Führungen und 25 Kinder-Workshops besucht, so Bieler. Die Ausstellungsprogramme für die nächsten Jahre sind im Übrigen zumindest bis 2015 "im Prinzip" bereits fixiert, verriet der Kulturlandesrat.