Erstellt am 06. Mai 2014, 14:14

Song Contest: Der Countdown läuft. In den B&W Hallerne in Kopenhagen laufen die Proben für jenes Spektakel auf Hochtouren, das ab heute aus Dänemarks Hauptstadt in alle Welt übertragen wird: Der Eurovision Song Contest 2014.

 |  NOEN, ORF/MILENKO BADZIC (APA)
Beim größten Musikevent der Welt mit rund 125 Millionen Zuschauern soll heuer Dragdiva Conchita Wurst mit ihrer Ballade "Rise like a Phoenix" einen möglichst guten Platz für Österreich ergattern.

Die heimische Song-Contest-Hoffnung, die in der Vorwoche in Kopenhagen gelandet ist, startet dabei in goldfarbener Glitterrobe im 2. Halbfinale am 8. Mai auf Startplatz 6 - was kein schlechtes Omen für einen Finaleinzug sein könnte. So muss sich die bärtige Diva "nur" gegen 14 weitere Nationen durchsetzen, während im 1. Halbfinale 16 Länder gegeneinander antreten. Überdies wird von den fix gesetzten großen Nationen neben Großbritannien und Italien auch das aus Punktesicht oft wohlgesonnene Deutschland im 2. Halbfinale abstimmen. Spanien, Frankreich und Gastgeber Dänemark werden dagegen im 1. Halbfinale voten.

Von ESC-Kennern wird Wursts Teilnahme jedenfalls gutgeheißen. "Angesichts der ästhetischen Trümmerhaufen, die Österreich in den 1980er und frühen 1990er Jahren geschickt hat, ist so ein Eleganz-Brocken zu begrüßen", meint etwa Song-Contest-Experte Jan Feddersen im dpa-Interview. Und auch die Wettbüros sehen Wurst zumindest unter den Top 10.

37 Nationen am Start

Insgesamt nehmen heuer 37 Nationen am Wettbewerb teil. Im schwedischen Malmö waren es im Vorjahr noch 39 Länder gewesen. In Aserbaidschans Hauptstadt Baku im Jahr davor hatte sich gar die Rekordzahl von 43 Teilnehmern versammelt. Mittlerweile haben allerdings einige Länder aus Kostengründen ihre Teilnahme zurückgezogen. So sind heuer Bulgarien, Kroatien, Serbien und Zypern nicht mehr mit an Bord, wohingegen Polen und Portugal zurückgekehrt sind.

Als Austragungsort wurde mit den B&W Hallerne ein Gebäudekomplex am Areal der einstigen B&W-Werft auf der Insel Refshaleoen gewählt, der 10.000 Livebesucher fasst. Daneben soll das Gelände um die Halle als "Eurovision Island" den Besuchern offenstehen.

"And 12 Points go to..."

Für diejenigen, die nicht live vor Ort sind, überträgt ORF eins das 1. Halbfinale am 6. Mai, das 2. Halbfinale am 8. Mai und das Finale am 10. Mai, jeweils ab 21 Uhr. Am 8. Mai wird zuvor um 20.15 Uhr die Dokumentation "Conchita - Ihr Weg nach Kopenhagen" gezeigt, der am 10. Mai ebenfalls um 20.15 Uhr "Conchita - einfach persönlich" folgt. Als Moderator der TV-Übertragung fungiert traditionell zum 14. Mal seit 1999 Andi Knoll. Und auch für die Verlautbarung der Punktevergabe aus Österreich hat der ORF auf ein altbewährtes Gesicht zurückgegriffen: Zum vierten Mal seit 2011 wird Kati Bellowitsch die magischen Worte "And 12 Points go to (...)." Europa und der Welt verkünden dürfen.