Erstellt am 07. Mai 2013, 11:53

Start für neue Esterhazy-Sonderausstellungen in Eisenstadt. Wertvolle Stücke aus der Schatzkammer der Familie Esterhazy sind ab heute, Dienstag, in Eisenstadt zu sehen.

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Im Rahmen der Sonderausstellung "Barocker Schmuck der Fürsten Eszerhazy" werden Schmuckstücke präsentiert, die über drei Jahre hinweg aufwendig restauriert wurden. Gleichzeitig startet im Schloss Esterhazy auch die Sonderschau "Harmonia Caelestis", die Einblicke in das musikalische Schaffen am Fürstenhof gibt.

Der Schmuck der Fürstenfamilie wurde einst in der Schatzkammer von Burg Forchtenstein aufbewahrt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde ein großer Teil nach Budapest gebracht. Die in der Ausstellung gezeigten Stücke stammen aus der Zeit von etwa 1650 bis 1700. Sie waren, vermutlich weil bereits durch die Benutzung Edelsteine verloren gegangen waren, auf der auf Burg verblieben.

Im Zuge der Restaurierung mussten unter anderem Steine und Perlen ergänzt und in die Fassungen gebettet werden, erläuterte Florian Bayer, der Leiter der Sammlung Privatstiftung Esterhazy. Um die Schmuckstücke zu rekonstruieren, wurden neben Inventaren auch Gemälde und historische Zeichnungen sowie Korrespondenz, Testamente und andere Quellen analysiert.

Ein Bild von der Pracht des Schmucks aus früheren Jahrhunderten vermitteln Porträts aus der Ahnengalerie auf Burg Forchtenstein. Den Inventaren zufolge hatten die Gräfinnen und Fürstinnen der Familie eine Vorliebe für Perlenschmuck. In der Ausstellung werden neben den Preziosen auch Futterale und Schatullen gezeigt, in denen ganze Schmuckgarnituren Platz fanden.

Die Schau "Harmonia Caelestis" ist nach dem gleichnamigen Werk von Paul I. Esterhazy benannt. Die Sammlung religiöser Lieder entstand 1699 und wurde 1711 veröffentlicht. Sie setzt sich zusammen aus Musikstücken, die in der Reihenfolge dem Lauf des Kirchenjahres und der Festtage folgen. In der Sonderschau wird der Originaldruck des Werkes präsentiert, zu sehen sind weiters auch ein Orgelautomat sowie bisher unbekannte Porträts der Fürstenfamilie.