Erstellt am 13. Mai 2014, 15:00

von Wolfgang Millendorfer

Streit um Burg eskaliert. Kein Fördergeld für Restaurant in Forchtenstein. Niessl bezweifelt Rechtmäßigkeit der Stiftung, Esterházy ist empört.

 |  NOEN, zVg

Nach Schloss Esterházy in Eisenstadt hat sich auf Burg Forchtenstein ein neuer Schauplatz im Konflikt zwischen dem Land und der Privatstiftung Esterházy aufgetan: Der 2,3 Millionen Euro teure Bau des neuen Burg-Restaurants musste gestoppt werden, weil das Land die Kofinanzierung der EU-Förderung verweigert. Der Grund aus Sicht von Landeschef Hans Niessl ist der Rechtsstatus der Privatstiftung und die Frage, ob die bisherigen Anträge rechtmäßig erfolgt seien. „Es ist moralisch bedenklich, durch Stiftungen im Ausland Steuern zu sparen und auf der anderen Seite Förderungen über Steuergelder kassieren zu wollen“, so Niessl.

Vorzeitiges Ende für Tourismus-Leitprojekt?

Matthias Grün von der Privatstiftung hingegen spricht von „politischer Willkür“. Bereits im Prozess um das Eisenstädter Schloss seien die Fragen zur Stiftung vom Land thematisiert und vom Gericht als haltlos zurückgewiesen worden. Das wisse auch der Landeshauptmann.

Esterházy-Direktor Karl Wessely sieht eine neue Dimension im langjährigen Streit erreicht: „Es muss geprüft werden, ob die persönliche Abneigung gegen einen Förderwerber ein hinreichender Grund für die Nichtgewährung einer Förderung ist.“ Immerhin werde damit ein touristisches Leitprojekt für die Region Rosalia verhindert.

Die WIBAG stuft das Burg-Restaurant als förderungswürdig ein und das EU-Geld liegt bereit. Jetzt hofft Esterházy weiter auf die Landes-Förderung von rund 100.000 Euro, ansonsten sei das Projekt gestorben.