Erstellt am 26. Juni 2013, 13:09

Studenten klagen über starke Finanz-Probleme. Mehr als ein Drittel der Universitätsstudenten hat starke finanzielle Probleme.

Das ist das Ergebnis einer am Institut für Soziologie der Uni Wien erstellten Studie. 15 Prozent der Studenten gaben an, regelmäßig zu wenig Geld für Lebensmittel zur Verfügung zu haben, 21 Prozent überziehen regelmäßig das Konto und 16 Prozent haben sich derzeit Geld ausgeliehen oder einen Kredit aufgenommen.

Bei der Online-Umfrage von rund 5.000 Studenten gaben 16,2 Prozent an, "sehr stark" von finanziellen Schwierigkeiten betroffen zu sein, 20,5 Prozent sind "stark" betroffen und 20,6 Prozent zum Teil. Am stärksten mit Finanzproblemen zu kämpfen haben demnach Studenten an Kunst-Unis. Kunst-Uni-Studenten haben eher unregelmäßige Einkommen etwa durch Auftritte oder Ausstellungen. Am seltensten mit finanziellen Problemen konfrontiert sind Medizin-Studenten.

Jeweils ein Fünftel der Studenten kann es sich selbst nicht leisten, bei Bedarf ein Semesterticket bzw. eine Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel sowie neue Kleidung zu kaufen. Jeder zehnte Student schafft es nicht, aus eigenen Mitteln nötige Studienmaterialien zu kaufen, seine gesamte Wohnung angemessen warm zu halten und eine im vergangenen Jahr dringend nötige medizinische Behandlung zu finanzieren. 23 Prozent gaben außerdem an, es sich nicht selbst leisten zu können, jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch, Geflügel oder eine entsprechende vegetarische Speise zu essen, 30 Prozent können sich keinen einwöchigen Urlaub samt Unterkunft pro Jahr finanzieren.

Probleme gibt es außerdem bei der Familienbeihilfe, die derzeit von rund 43 Prozent der Bildungsinländer bezogen wird. In der Regel wird diese aber nicht direkt an die Studenten ausbezahlt, sondern an die Eltern. Jeweils ein Fünftel der Erziehungsberechtigten gibt diese aber entweder gar nicht oder nur teilweise an ihre studierenden Kinder weiter.

Weiteres Studienergebnis: Berufstätige Studenten und Studenten mit finanziellen Schwierigkeiten schaffen die Studieneingangs- und Orientierungsphase seltener in der vorgesehenen Zeit als Vollzeit-Studenten und Studierende ohne Finanzprobleme.