Erstellt am 20. August 2012, 14:46

Symposium im Zeichen Richard Wagners. Das Motto des eu-art-network-Symposions im Burgenland lautet heuer: "IRRevolution des Gesamten - R.Wagner + das Motiv" und lässt bereits erahnen, dass dabei das bevorstehende Wagner-Jubiläum eine zentrale Rolle spielt.

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Vor elf Jahren haben sich Künstler aus elf EU-Ländern in der Cselley Mühle in Oslip zusammengefunden, um im Rahmen des eu-art-network einige Tage miteinander zu arbeiten und ihre Erfahrungen auszutauschen. Der von der damaligen EU-Abgeordneten Christa Prets initiierte Workshop in den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Tanz zählt mittlerweile zu den Fixpunkten des Kultursommers im Burgenland und erlebt von 23. August bis 2. September seine zwölfte Auflage.

Insgesamt wirken heuer 25 Künstlerinnen und Künstler aus neun Ländern beim Workshop mit, darunter sind erstmals auch Künstler aus Taiwan. Das eu-art-network ist seit 2011 auch Partner des europäischen Projekts CLEAR (Cultural Values and Leisure Environments Accessible Roundly for All), das sich für den Zugang aller Menschen zu kulturellen Gütern und Kulturstätten einsetzt. Während des Symposiums findet in Oslip diesmal auch eine CLEAR-Konferenz statt.

2013 wird der 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagner begangen. Einige Teilnehmer des Workshops kommen dementsprechend auch aus Städten, die im Leben Wagners eine besondere Rolle einnahmen, wie etwa Leipzig, Bayreuth, Paris oder Venedig. "Die Künstlerinnen und Künstler die mitmachen, werden sich auf dieses Thema in irgendeiner Form einlassen", erläuterte Wolfgang Horwath, beim eu-art-network Kurator für Bildende Kunst im Gespräch mit der APA. Sie können dabei aus einer großen Vielfalt schöpfen: "Entweder bezieht man sich auf die Person Wagner oder auf sein Werk."

Wagner gelte als eines der ambivalentesten Genies: "Das gibt eigentlich viel an thematischer Perspektive. Da hat man viel Auswahl. Ob man Wagner mag oder nicht mag - man kann sich in jeder Form damit auseinandersetzen." Die Teilnehmer aus dem Bereich Musik sind eingeladen, Werke mit einer Dauer von sieben bis acht Minuten zu komponieren, die dann bei der Abschlusspräsentation erklingen sollen.

Die Teilnehmer reisen am Donnerstag an. Am Freitag beginnt die siebentägige Arbeitsphase, die bis Donnerstag kommender Woche dauert. Am 26. August können Besucher im Rahmen der "Offenen Fenster" mit den Künstlern über ihre Arbeiten sprechen. Am Freitag, 31. August, werden die Exponate fertiggestellt und die Ausstellung aufgebaut. An diesem Tag beginnt in Oslip auch die dritte transnationale CLEAR-Konferenz, in deren Rahmen auch eine Podiumsdiskussion stattfindet.

Am 1. September wird im Rahmen der Schlusspräsentation die Ausstellung mit den Arbeiten des diesjährigen Workshops eröffnet. Auf dem Programm stehen auch ein Konzert und eine Performance.