Erstellt am 12. März 2014, 11:43

Trockenheit macht Bauern zu schaffen. An der Alpennordseite fällt seit Monaten unterdurchschnittlich viel Niederschlag, worunter vor allem die Bauern leiden, denn der ausgebrachten Saat fehlt die nötige Feuchtigkeit um zu keimen.

UBIMET Meteorologe Thomas Rinderer. Foto: Ubimet  |  NOEN, Ubimet
Wien, 11.03.2014 –  Blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen bis zu 20 Grad erfreuen dieser Tage die meisten Menschen im Land. Bauern haben allerdings ihre Not mit dem trockenen Wetter, denn an der Alpennordseite regnet es schon seit Monaten zu wenig.

Alpennordseite: nur 25 % des üblichen Winterniederschlags

„Seit Oktober letzten Jahres liegen die Niederschlagsmengen nördlich der Alpen meist unter den langjährigen Stationsmittelwerten“, sagt Meteorologe Thomas Rinderer vom Wetterdienst UBIMET. „Besonders wenig Regen und Schnee fiel in den letzten Wochen und Monaten vom Inn- bis zum Weinviertel, hier kamen oft nur 20 bis 50% der von Oktober bis Anfang März üblichen Niederschlagsmenge zusammen“, so der Meteorologe weiter.

In Laa an der Thaya beispielsweise summierten sich von Oktober bis Anfang März nur 76 Liter Regen pro Quadratmeter, im Durchschnitt fällt hier die doppelte Menge.

In Freistadt im Mühlviertel fielen mit 53 Liter gar nur 25 % der für diesen Zeitraum üblichen Niederschlagsmenge. Für die Saat der Bauern fehlt daher oft die nötige Feuchtigkeit zum Keimen, durch den mangelnden Regen wird auch der Dünger nicht in den Boden eingebracht.
 
Warten auf Regen

Bis zum Freitag hält das trockene und frühlingshaft warme Wetter noch an, doch dann können sich die Bauern wenigstens auf etwas Regen einstellen. „Am Samstagnachmittag erreicht uns erst eine Kaltfront mit Schauern und auch am Sonntag regnet es ein wenig, die Mengen bleiben in den von der Trockenheit betroffenen Regionen jedoch vorerst eher gering“, so Rinderer.

„Wir verbleiben aber weiterhin in einer Nordwestströmung und somit ist auch in der kommenden Woche Regen für die Alpennordseite zu erwarten.
 
Nasser Süden

Nicht von der Trockenheit betroffen sind die inneralpinen Regionen und besonders die Alpensüdseite, wo die durchschnittlichen Niederschlagssummen in diesem Winter deutlich überschritten wurden.

„In Osttirol und Oberkärnten summierte sich in den Wintermonaten sogar das vier- bis fünffache der für hier für die Jahreszeit üblichen Niederschlagssumme“, weiß der Wetterexperte. Durch Schmelzwasser und Regen kam es hier in den vergangenen Wochen sogar zu Überschwemmungen.
 
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