Erstellt am 01. August 2013, 09:34

Ubimet: Dritte Hitzewelle im Anmarsch. Der August knüpft nahtlos dort an, wo der Juli aufgehört hat: Die dritte Hitzewelle in diesem Sommer wird mit Temperaturen um oder knapp über 35 Grad am längsten dauern und geht frühestens am Freitag in einer Woche zu Ende.

Der Ursprung der heißen Luft befindet sich erneut über Nordafrika“, so Meteorologe Felix Welzenbach vom Wetterdienst UBIMET. Von dort gelangt die heiße Luft auf kürzestem Weg über das Mittelmeer und die Adria nach Österreich.

„Am Freitag klettert das Quecksilber im östlichen Flachland bereits wieder auf Werte um 37 Grad“, kündigt Welzenbach an. Demnach wird es im Osten und Südosten bis weit in die kommende Woche hinein heiß bleiben, während in den westlichen Landesteilen wenigstens vorübergehend etwas kühlere Luft vorherrscht.

 
Trockenheit verschärft sich

In den östlichen Landesteilen hält die Trockenheit unvermindert an, denn das Gewitterrisiko ist über dem Flachland verschwindend gering. Bis auf wenige Schauer oder Gewitter hat es seit Wochen nicht mehr flächendeckend geregnet.

„Selbst im westlichen Bergland bilden sich nur punktuell Wärmegewitter, am wahrscheinlichsten sind sie jeweils in den Abendstunden“, prognostiziert der Meteorologe für die kommenden Tage. Vorübergehend etwas mehr Gewitter zeichnen sich für den Sonntag ab, voraussichtlich aber nur im Westen und Nordwesten.


Eine Woche Hitze

Auch in der neuen Woche bleibt die Hitze bestehen, dann sinken die Temperaturen auch nachts in den Ballungsgebieten nicht mehr unter die 20 Grad-Marke. Erschwerend kommt der schwache Wind hinzu, sodass die gefühlten Temperaturen weit höher liegen. Ein Ende der Hitzewelle ist frühestens am Freitag in einer Woche zu erwarten, eine Fortsetzung ist aber bis über das Wochenende hinaus nicht ausgeschlossen.
 
Augustrekorde in Gefahr

Neben der Fortsetzung der ungewöhnlich trockenen und sonnenscheinreichen Witterung drohen an einzelnen Wetterstationen auch die Temperaturrekorde für August zu fallen. „Spitzenwerte bis 38 oder 39 Grad sind im östlichen Flachland durchaus möglich, denn die staubtrockenen Böden verstärken die Erwärmung zusätzlich“, erläutert Meteorologe Welzenbach. Die magische 40 Grad-Marke ist demnach aber nicht in Gefahr.
 
Eher Bade- als Bergwetter

Die anhaltend hohen Temperaturen eignen sich eher zum Baden als für Bergwanderungen. Selbst in 2000 m Höhe erwärmt sich die Luft auf 20 Grad. In der prallen Sonne dehydriert der Körper leicht – Konzentrationsmängel und erhöhte Verletzungsgefahr sind die Folge.

An ausreichende Wasservorräte ist daher zu denken. Zudem muss man in Lagen oberhalb von 2300 m weiterhin mit einzelnen Schneefeldern rechnen. „Durch die Wärme ist der Schnee sehr weich und rutschig, Unachtsamkeit kann tödlich enden!“ warnt der Experte für Alpinwetter besonders bei Wanderungen im Steilgelände.