Erstellt am 16. April 2013, 14:07

Umfrage: Österreicher über Wertpapiere mangelhaft informiert. Knapp die Hälfte (49 Prozent) von 900 Befragten Österreichern fühlt sich mangelhaft oder sehr mangelhaft über Wertpapiere informiert.

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31 Prozent schätzen ihr Wissen als befriedigend ein und 21 Prozent als gut oder sehr gut. Dies geht aus einer von der Erste Bank beim Meinungsforschungsinstitut IMAS in Auftrag gegebenen und heute, Dienstag, in Wien vorgestellten Umfrage hervor. Demnach sind den Österreichern risikoreichere Wertpapiere wie Aktien bekannter als risikoärmere wie etwa Staatsanleihen oder Investmentfonds.

72 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich bei Wertpapieren zu wenig auszukennen und schätzen das Risiko bei solchen Veranlagungen als sehr hoch ein. Die Mehrheit (45 Prozent) ist Wertpapieren gegenüber aber dennoch neutral eingestellt.

Vor Wertpapierinvestments abschrecken lassen sich die Österreicher vorwiegend vom damit verbundenen hohen Risiko und den bisher gemachten schlechten eigenen Erfahrungen. 44 Prozent finden aber, dass sie zum Veranlagungsmix dazugehören.

Für Wertpapiere sprechen nach Ansicht der Befragten in erster Linie die erzielbaren höheren Gewinne und die niedrigen Erträge bei alternativen klassischen Geldanlagen. Am positivsten gesehen werden Wertpapiere von den Wienern und Niederösterreichern, am negativsten von den Steirern und Tirolern. Hauptgrund für die negative Einstellung ist vor allem die Angst vor Verlusten.

83 Prozent der Österreicher sehen sich eher als sicherheitsorientierte Anleger, eine Minderheit von 13 Prozent stufen sich dagegen als risikobewusst ein. Mit 48 Prozent versus 45 Prozent halten sich die mittel- und langfristigen Wertpapierveranlagungen die Waage, nur 7 Prozent sind demnach nur kurzfristig veranlagt.

Informationen über Wertpapiere holen sich die Österreicher zu 78 Prozent bei ihrem Bankberater und zu 71 Prozent über Medien.