Erstellt am 13. Juni 2011, 17:39

Veranstalter, Einsatzkräfte und Fans zufrieden. Sehr zufrieden haben sich am Finaltag des Nova Rock Festivals im burgenländischen Nickesldorf nicht nur das Publikum, sondern auch Veranstalter, Behörden und die Einsatzkräfte gezeigt.

"Wir sind nirgends auf Probleme gestoßen. Den Leuten draußen geht es gut, wir sind zufrieden", resümierte Veranstalter Ewald Tatar die vergangenen Tage. Zurücklehnen könne man sich allerdings noch nicht: "Wir haben heute den stärksten Abend, das heißt heute wird es noch einmal prickelnd."

Auch das Wetter spielte im heurigen siebenten Jahr sehr gut mit. "Ich hab jeden Tag brav aufgegessen", scherzte Tatar. Lediglich am zweiten Tag, dem Pfingstsonntag, wirbelte der Wind ordentlich Staub auf. Für das Grande Finale am heutigen Pfingstmontag hielt der "liebe Gott perfektes Festivalwetter" parat, so der Veranstalter. Die Sonne blitzte am Nachmittag zwischen ein paar Wölkchen hervor und der Wind wehte nur mäßig. "So kann man sich einen Festivaltag einfach nur wünschen", sagte Tatar.

Ein nahezu bilderbuch-mäßiges Festival bescherten die zigtausenden Besucher auch den Behörden und Einsatzkräfte. "Es gibt eine überschaubare Anzahl von strafbaren Handlungen", erläuterte Oberstleutnant Bernhard Griensteidl, Stellvertretender Bezirkspolizeikommandant. Alles verlaufe relativ ruhig, so der Beamte.

Ruhig ging es zunächst auch bei der Feuerwehr zu: "Wir haben bis jetzt nicht viel zu tun gehabt. Es gab ein paar kleine Einsätze, angezündeter Müll und verbotene Lagerfeuer mussten am Campingplatz gelöscht werden", berichtete Feuerwehrkommandant Rudolf Lebmann. Für die Florianijünger beginne die wirkliche Arbeit erst am Abreisetag. "Da zünden die Leute meistens sämtliches Zeug an, das sie einfach nicht mehr mitnehmen wollen", erklärte Lebmann.

Sehr zufrieden zeigte sich auch die Einsatzleiterin der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See, Ulrike Zschech: "Es ist alles im Lot, alles verläuft optimal. Wir bekommen von allen Seiten absolut positive Rückmeldungen." Nicht nur Veranstalter, Einsatzkräfte und Behörden seien im siebenten Jahr ein eingespieltes Team, "auch die Leute wissen, wie es abläuft und verhalten sich dementsprechend", so Zschech.

Das Rote Kreuz musste von Freitag bis Montag früh 2.150 Patienten versorgen. 130 Personen wurden in das Krankenhaus Kittsee gebracht. Zweimal musste der Notarzthubschrauber des ÖAMTC jemanden ins Spital fliegen, hieß es vom Roten Kreuz. Der ÖAMTC war auch mit einem mobilen Stützpunkt am Nova-Rock-Gelände vertreten. "Wir werden wieder auf ca. 400 Einsätze kommen", zog ÖAMTC-Pannenhelfer Harald Sternberg eine Zwischenbilanz.