Erstellt am 15. April 2013, 11:06

Verhandlungen zu Pflegekarenz laufen. Die Sozialpartner verhandeln derzeit über die von der Regierung geplante Pflegekarenz zur Entlastung pflegender Angehöriger.

Laut "Kurier" soll es eine maximal dreimonatige Karenz geben, während der die Betroffenen Arbeitslosengeld beziehen können. Weder im Sozialministerium noch im Wirtschaftsministerium wollte man dies bestätigen, nur soviel: Die Gespräche seien im Gang.

Das Ziel, eine Pflegekarenz einzurichten, hatten SPÖ und ÖVP bereits im Regierungsprogramm verankert. Bereits damals wurde vereinbart, dass dieser Punkt von den Sozialpartnern ausgearbeitet wird. Konkret heißt es im Regierungsprogramm, dass die Sozialpartner sowohl ein Modell für einen Rechtsanspruch auf Teilzeit (analog zur Elternteilzeit) erarbeiten sollen, als auch ein Modell für eine Pflegekarenz bis zu sechs Monaten (inklusive Kündigungsschutz).

Auch in dem im Dezember letzten Jahres von Sozialminister Hundstorfer präsentierten Konzept zur Strukturreform des Pflege-Bereichs wird eine Pflegekarenz empfohlen: Zur finanziellen Absicherung heißt es dort, diese soll "in Anknüpfung an vergleichbare Modelle erfolgen". Die Umsetzung ist für 2013 angestrebt.