Erstellt am 03. April 2013, 15:09

Verleger fordern steuerliche Gleichbehandlung. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) setzt sich gegen die steuerliche Benachteiligung digitaler Zeitungen zur Wehr.

VÖZ-Präsident Thomas Kralinger wird deshalb kommenden Montag Finanzministerin Maria Fekter treffen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Konkret geht es um eine Angleichung der Mehrwertsteuer für digitale Zeitungen und Printzeitungen.

Letztere werden derzeit mit zehn Prozent Mehrwertsteuer belastet. "Verkauft ein Medienhaus die selben Inhalte online, verlangt der Fiskus dafür das Doppelte", so der VÖZ am Mittwoch in einer Aussendung. Dazu komme, dass bei einem Kombi-Abo aus Print- und E-Paper laut Erlass des Finanzministeriums der reduzierte Mehrwertsteuersatz von zehn Prozent nicht auf den Online-Anteil angewendet werden darf.

"Dieser Erlass ist ein Hemmschuh für die Entwicklung von tragfähigen Geschäftsmodellen für Zeitungen im Web", sagte VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. Er fordert, Gleiches mit Gleichem zu besteuern. "Das Trägermedium sollte zweitrangig sein, der Inhalt ist entscheidend." Der VÖZ spricht sich dafür aus, den Kombi-Abo-Erlass anzupassen und setzt sich auf europäischer Ebene für eine länderübergreifende Lösung der steuerlichen Ungleichbehandlung zwischen Print- und Onlinezeitungen ein.