Erstellt am 29. Oktober 2012, 14:23

Vertrauen in Banken und Konten steigt. Rechtzeitig zum Weltspartag ist das Vertrauen in die österreichischen Banken laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" wieder gestiegen.

Der Anteil der 500 Befragten, deren Vertrauen zum heimischen Bankwesen "groß" oder sogar "sehr groß" ist, hat seit dem vergangenen Jahr um 7 Prozentpunkte auf 46 Prozent zugenommen. Bei einer ebenfalls heute veröffentlichte Studie von Marketagent.com gaben 73,1 Prozent der Befragten an, dass die Vertrauenswürdigkeit bei der Bankwahl das wichtigste Kriterium ist.

Zudem waren bei der Spectra-Umfrage 77 Prozent der Meinung, dass das Geld bei den Banken "sicher" oder sogar "völlig sicher" sei. Das bedeutet eine Zunahme um 6 Prozentpunkte.

Trotz Geldentwertung und niedriger Zinsen legen die Österreicher immer mehr Geld auf ihre Konten, vornehmlich mit täglich fälligen Einlagen, geht indes aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der Oesterreichischen Nationalbank hervor: "Sicherheit kommt zuerst." Relativ beliebt waren beim Privatpublikum die Unternehmensanleihen.

Die Angaben über das Finanzverhalten privater Haushalte entstammen einer Analyse der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung im 1. Halbjahr 2012.

Insgesamt hat sich das Finanzvermögen der Haushalte (brutto) bis Ende Juni 2012 um etwa 2 Prozent auf 475 Mrd. Euro erhöht. Zwei von drei neu veranlagten Euro gehen in Bankeinlagen. Auf 69,8 Mrd. Euro am stärksten zugelegt haben die täglich fälligen Guthaben. Deren Wachstum um 3,2 Mrd. Euro entspricht etwa vier Fünfteln aller (neuen) Bankeinlagen.

Auf neues täglich fälliges Geld zahlten die Banken im Durchschnitt 0,64 Prozent, schreibt die Nationalbank. Dies entspricht einem klaren Kaufkraftverlust. Wie berichtet lag im Juni die offizielle Teuerungsrate (VPI) bei (rückwirkend) 2,2 Prozent.