Erstellt am 16. Juli 2012, 14:39

Webseiten heimischer Banken wenig benutzerfreundlich. Laut Arbeiterkammer Wien (AK) müsste man "bankchinesisch" beherrschen, um die oft löchrigen Informationen auf den Banken-Websites über Girokonten zu verstehen.

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Es mangele an Verständlichkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz. Während Werbebotschaften gerne günstige und oftmals gratis Konten versprechen, würden Spesen für einzelne teure Transaktionen online oft nicht angeführt.

Bei einem Test von sieben Banken-Websites (Bank Austria, BAWAG PSK, Erste Bank, Hypo Wien, RLB Wien, Volksbank Wien und WSK Bank) fand die AK Unklarheiten bei Konto-Preisen und Spesen. Wichtige Begriffe bezüglich des Zahlungsverkehrs wurden unverständlich oder schlichtweg nicht erklärt.

Auch bei Preisen für Girokonten fehle Transparenz. Vier der sieben Banken (Bank Austria, BAWAG PSK, Erste Bank, Raiffeisen Wien) führen im AK Test nur teilweise Preise an, bei der Hypo Landesbank waren erst gar keine vorzufinden. "Das macht einen Preisvergleich praktisch unmöglich", kritisiert Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik, in einer Aussendung am Montag. Die AK warnt auch vor der Zinsfalle Überziehungszinsen. So schreibe eine Bank einen eindeutigen Zinssatz an, obwohl dieser an den Euribor gekoppelt ist und somit die Verzinsung schwankt. "Der Euribor ist derzeit auf einem Tiefstand. Sollte er ansteigen, steigen auch die Minuszinsen empfindlich", warnt Zgubic.

Die AK fordert mehr Klarheit auf Banken-Websites, wie zum Beispiel die Einführung eines standardisierten Speseninformationsblattes für Girokonten, das alle Kosten und Preise auf einen Blick verdeutlichen soll. Auch ein verpflichtendes Glossar zur Begriffserklärung soll zu mehr Verständlichkeit führen. Konsumenten wäre geholfen, wenn Banken die Kosten für nicht inkludierte Leistungen anführen, um die Konsumenten im Voraus ausreichend zu informieren und die Vergleichbarkeit zwischen Girokonten zu vereinfachen.