Erstellt am 04. Dezember 2013, 12:15

Weiße Weihnachten: Das große Rätseln beginnt. Weiße Weihnachten - ja oder nein? Das jährliche Kaffeesudlesen hat begonnen.

Denn bis knapp vor dem 24. Dezember ist es für die seriöse Meteorologie nahezu unmöglich vorherzusagen, wo und wann und wie viel der weißen Pracht sich am Heiligen Abend zeigen wird. Die Statistik dämpft die Erwartungen vorerst, denn Schnee in tiefen Lagen ist dann, wenn das Christkind kommt, eher eine Ausnahme.

In St. Pölten und Eisenstadt nur jedes dritte bis vierte Jahr Schnee

Grundsätzlich gilt 20 Tage vor Weihnachten: Alles ist möglich, nichts lässt sich sagen. Alexander Orlik, Klimatologe an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): "Eine Auswertung der Jahre seit 1991 ergibt: Eine geschlossene Schneedecke am 24. oder 25. Dezember gab es in Wien, Eisenstadt, St. Pölten, Linz, Salzburg, Bregenz und Graz nur etwa jedes dritte bis vierte Jahr. Häufiger waren weiße Weihnachten in Innsbruck und Klagenfurt mit einer geschlossenen Schneedecke in jedem zweiten Jahr."

"Weißer Semmering" ist fast schon eine Bank

Hingegen seien weiße Weihnachten in Regionen oberhalb von 1.000 Meter Seehöhe fast schon eine "Bank". So gab es etwa am Semmering, in Bad Gastein, in Seefeld, in der Ramsau und in Warth am Arlberg seit 1991 in 80 bis 95 Prozent aller Jahre am 24. oder 25. Dezember eine geschlossene Schneedecke, also beinahe jedes Jahr", so Orlik.

Weiße Weihnachten in den vergangenen 22 Jahren (also geschlossene Schneedecke mit mindestens ein Zentimeter Höhe am 24. oder 25. Dezember): Wien-Hohe Warte (198 Meter) 27 Prozent, Eisenstadt (184 Meter) 14 Prozent, St. Pölten (272 Meter) 27 Prozent, Linz (262 Meter) 27 Prozent, Salzburg-Flughafen (430 Meter) 32 Prozent, Innsbruck-Universität (578 Meter) 50 Prozent, Bregenz (424 Meter) 36 Prozent, Klagenfurt (450 Meter) 50 Prozent, Graz-Universität (366 Meter) 27 Prozent.