Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Wenn Urlaub Ärger macht. Reisebeschwerden / 300 Anfragen gingen in der Urlaubszeit bei der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer ein. Für Verunsicherung sorgten vor allem auch die Unruhen in Ägypten.

Keine Sommerpause in der Konsumentenberatung: Knapp 300 Anfragen zu Problemen und Mängeln bei Reisen gingen während der vergangenen Wochen in der Arbeiterkammer in Eisenstadt ein.

Besonders Mitte August machte sich aufgrund der politischen Unruhen in Ägypten Verunsicherung bemerkbar. Trotz umfassender Reisewarnungen verweigerten einzelne Veranstalter zudem die kostenlose Stornierung von Ägypten-Urlauben. Eine, wie es seitens der Arbeiterkammer heißt, „inakzeptable Vorgehensweise, die mittlerweile eingestellt wurde“.
Neben Problemen bei Stornierungen und verspäteten Flügen zählten vor allem auch Mängel in den Hotels zu den häufigsten Beschwerden. AK-Beraterin Eva Schreiber verweist unter anderem auf den Fall einer burgenländischen Familie, die bei ihrem Kenia-Urlaub vor geschlossenen Hoteltüren stand. Insgesamt musste die Familie dreimal die Unterkunft wechseln und konnte nur vier Tage „echten“ Urlaub genießen. Als Entschädigung für die verpatzte Reise gab es schließlich 1.900 Euro.

Schadenersatz vom Reiseveranstalter

Generell gilt, dass Mängel und Probleme im Urlaub gleich vor Ort reklamiert und dokumentiert werden sollten. Wieder zuhause angekommen, kann man so seine Rechte besser geltend machen und vom Reiseveranstalter gegebenenfalls Schadenersatz einfordern.