Erstellt am 17. Juli 2013, 00:00

Wundern über Serafin. Mörbisch-Attacke / Ex-Intendant ärgerte Festspiele und Politiker mit harscher Kritik. Dabei wünschte er seiner Nachfolgerin „viel Erfolg“.

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Auch wenn er heuer erstmals nach 20 Jahren nicht mehr auf der Seebühne stand, machte Harald Serafin Schlagzeilen: Tage vor der Mörbisch-Premiere wetterte der Ex-Intendant gegen Nachfolgerin Dagmar Schellenberger und die Landespolitik, beschwerte sich über seiner Meinung nach ausstehende Prämien und drohte, das vom Land verliehene Komturkreuz zurückzugeben (siehe unten).

Auslöser des „Skandälchens“ soll die Einladung zur „Bettelstudent“-Premiere gewesen sein, von der Serafin vermutete, dass sie nur für ihn, nicht aber für seine Gattin gegolten habe. Auf Anfrage der BVZ verwies man im Büro der Seefestspiele ohne Worte auf die Antwortkarte von „Mister Wunderbar“ (siehe Faksimile). Am Telefon gab sich schließlich auch Serafin wortkarg: Es sei genug gesagt, meinte er – und jetzt sei wieder Ruhe.

Die Nachwehen spürte man aber bis ins Landhaus: Obwohl die Regierungs-Spitze die Attacken nicht weiter kommentieren wollte, wunderte man sich sehr. Hatte das Land doch erst im Vorjahr zu Serafins Geburtstag ein großes Fest geschmissen, das ob seiner Kosten auch politisch für Diskussionen sorgte.