Erstellt am 18. Dezember 2013, 11:15

WWF Österreich wird 50 Jahre alt. Der World Wide Fund for Nature in Österreich wird 50. Am 23. Dezember feiert der WWF Geburtstag.

Der Startschuss für die Gründung erfolgte 1963, als das Vogelparadies Lange Lacke im Burgenland in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden sollte. Die Schutzaktion gipfelte 1993 in der Errichtung des grenzüberschreitenden Nationalparks Neusiedlersee-Seewinkel.

In den vergangenen 50 Jahren führte der WWF Österreich zahlreiche Kampagnen zur Einrichtung von Schutzgebieten und Nationalparks durch und ist seit vielen Jahren auch international in Südosteuropa, Südostasien, am Amazonas und im Südpazifik tätig. Mehr als 100.000 Österreicher unterstützten im Jahr 2013 mit ihren Spenden den WWF.

An Nationalpark-Errichtung maßgeblich beteiligt

Bereits in den ersten Jahrzehnten seit der Gründung des WWF Österreich konnte er zahlreiche Erfolge verbuchen: 1970 kaufte der WWF das Auengebiet Marchegg, in dem bis heute die größte Kolonie von baumbrütenden Störchen Mitteleuropas lebt. Im Kampf gegen das Kraftwerk Hainburg wurde ein Beschluss des Obersten Gerichtshofs gegen den Bau des Kraftwerks erwirkt. Zusammen mit seinen Partnerorganisationen legte der WWF damit den Grundstein für die Errichtung des Nationalparks Donauauen.

Zu den wichtigsten Projekten in Österreich zählen heute der dauerhafte Schutz der March-Thaya-Auen, das Überleben der Seeadler, Bären, Luchse und Wölfe. Der Kampf um Österreichs letzte natürliche und naturnahe Flussjuwelen, die massiv von einer Wasserkraftoffensive der Energieversorger bedroht sind, steht auf der Liste ganz oben. Außerhalb der Staatsgrenzen unterstützt der heimische WWF mit österreichischen Geldern den Tropenwaldschutz am brasilianischen Amazonas, die Rettung des Indochinesischen Tigers in Thailand und Myanmar sowie den Schutz der Meere im Südpazifik.