Erstellt am 19. Februar 2014, 10:15

Zahl der Einbürgerungen 2013 um 4,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: 7.418 Personen haben 2013 laut Statistik Austria die Österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, das sind um 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Unter den insgesamt 123 Herkunftsländern lag die Türkei mit 1.108 Personen an erster Stelle, gefolgt von Bosnien und Herzegowina mit 1.039 und Serbien mit 824 Einbürgerungen.

Unter den 2013 eingebürgerten Personen befanden sich 64 mit Wohnsitz im Ausland, 36,7 Prozent aller Eingebürgerten waren bereits in Österreich geboren, 37,8 Prozent unter 18 Jahre alt. Auf Platz Vier und Fünf bei den Herkunftsländern lagen die Russische Föderation mit 430 Personen und der Kosovo mit 348. Die Einbürgerungszahlen waren seit dem Rekordjahr 2003 mit 45.112 Fällen kontinuierlich gesunken und erreichten im Jahr 2010 ein Minimum von 6.190. Seit 2011 gab es wieder einen leichten Anstieg.

Größte Zuwächse in der Steiermark

Knapp mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen erfolgte 2013 aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter waren 2.029 Personen mit einem mindestens sechsjährigen Wohnsitz in Österreich und aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen", wie etwa die Geburt in Österreich oder eine Asylberechtigung. 500 hatten einen mindestens 15-jährigen Wohnsitz in Österreich, 905 erlangten die Staatsbürgerschaft aufgrund einer Eheschließung. Weitere 1.205 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft "im Ermessen".

In fünf Bundesländern wurden im Jahr 2013 mehr Personen eingebürgert als im Jahr davor. Die deutlichsten Zuwächse gab es in der Steiermark (plus 31,8 Prozent), in Kärnten (plus 24,2 Prozent) und in Oberösterreich (plus 11,3 Prozent). Es folgen Niederösterreich und Tirol, weniger Einbürgerungen gab es hingegen in Vorarlberg, im Burgenland, in Wien und in Salzburg.