Erstellt am 09. Januar 2013, 11:40

Zahl der Zivildiener neuerlich gestiegen. Das Interesse am Zivildienst ist ungebrochen. Im Vorjahr haben bereits 14.963 junge Männer eine Zivildiensterklärung abgegeben und damit so viel wie nie zuvor, teilte Innenministerin Mikl-Leitner mit.

13.869 junge Männer und damit 2,6 Prozent mehr als 2011, wurden ihren Dienststellen zugewiesen, ebenfalls Rekord. Diese Zahlen entsprechen einer Verdoppelung der Erklärungen gegenüber dem Jahr 2000. Was das Interesse am Zivildienst angeht, ist dieses in den letzten Jahren drastisch angewachsen. Die Zahl der Erklärungen stieg zwar in absoluten Zahlen gegenüber 2010 nur um 122 an, im Langzeitvergleich ist die Entwicklung aber deutlich.

Auf Seite der Trägerorganisationen wuchs 2012 im Vergleich zum vorhergehenden Jahr die Nachfrage nach Zivildienern auf etwa 14.600, was einem Anstieg von etwa 600 Zivildienern entspricht. Der Bedarf wurde laut BMI zu 95 Prozent gedeckt.

Die meisten Zuweisungen von Zivildienern erhielt im Jahr 2012 das Rettungswesen (43 Prozent), gefolgt von der Behindertenhilfe (19 Prozent). Die genaue Aufteilung auf die Träger gibt das Innenministerium traditionell nicht bekannt, die größte Zivi-Organisation ist aber stets das Rote Kreuz, gefolgt vom Arbeitersamariterbund. Weitere große Träger sind Lebenshilfe und Caritas. Österreichweit erfolgten die meisten Zuweisungen 2012 in Wien (3.032), gefolgt von Oberösterreich (2.719) und Niederösterreich (2.453).

Für Mikl-Leitner belegen die Zahlen "schwarz auf weiß die ungebrochene Nachfrage nach dem Zivildienst in Österreich" und beweisen einmal mehr, dass die rückläufigen Geburtenjahrgänge keine negative Auswirkung auf den Zivildienst hätten (wie dies von der SPÖ seit Wochen getrommelt wird). Für die im Volksbefragungswahlkampf befindliche Innenministerin ist auch klar, dass der Zivildienst für das Ehrenamt unentbehrlich sei, blieben doch sieben von zehn Zivildienern den Blaulichtorganisationen auch später erhalten.

Die Ministerin hatte sich zudem im heutigen "Morgenjournal" für eine Öffnung des Zivildiensts für Frauen auf freiwilliger Basis ausgesprochen.