Erstellt am 12. Juli 2011, 17:52

Zulauf in die Frühpension gebremst. Der Zug zur Frühpension hat sich eingebremst. Sowohl bei der sogenannten Hackler- als auchi der Invaliditätspension ist im ersten Halbjahr 2011 die Zahl der Anträge und die Zahl der Zuerkennungen zurückgegangen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)

Erstmals seit zehn Jahren verzeichnet die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) laut "Kurier" in den ersten sechs Monaten bei der Zahl der Anträge zur Invaliditätspension einen Rückgang.

Bis Ende Juni beantragten 35.208 Personen eine Invaliditätspension. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 36.151, das ist ein Minus von 2,6 Prozent. PVA-Obmann Manfred Felix begründet diese Entwicklung damit, dass sich die Maßnahmen der sogenannten Gesundheitsstraße indirekt auf die Zahl der Antragsteller ausgewirkt hätten. In der "Gesundheitsstraße" untersuchen PVA und AMS gemeinsam jeden Antragsteller. Durch vermehrte Rehabilitation und Umschulung Betroffener sei die Zahl der nicht mehr für den Arbeitsmarkt vermittelbaren Personen gesunken.

Noch stärker als bei den Anträgen ist der Rückgang bei den Zuerkennungen. 11.738 Personen wurde im ersten Halbjahr eine Invaliditätspension zuerkannt, das ist ein Rückgang um 6,84 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ganz ähnlich ist die Entwicklung bei der Hacklerpension, bei der Frauen mit 55 und Männer mit 60 mit 40 bzw. 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in Pension gehen können. Die Zahl der Anträge ist im ersten Halbjahr 2011 um 7,08 Prozent auf 11.241 gesunken, die Zahl der Zuerkennungen um 9,56 Prozent auf 10.160.