Erstellt am 15. Juli 2013, 11:18

Zuwanderung um mehr als 40 Prozent gestiegen. Der sogenannte Wanderungssaldo Österreichs mit dem Ausland hat im Jahr 2012 ein Plus von rund 43.800 Personen ergeben - damit hat sich die Zuwanderung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 40 Prozent erhöht.

Das geht aus Daten der Statistik Austria hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Die von Statistik Austria aus den Daten des Zentralen Melderegisters erstellte Wanderungsstatistik zeigt für das Jahr 2012 insgesamt knapp 140.400 Zuzüge aus dem Ausland und 96.600 Wegzüge ins Ausland. Während der Saldo bei Österreichern bei minus 7.440 lag, belief sich jener der nicht-österreichischen Staatsangehörigen auf plus 51.200 Personen und war somit deutlich höher als 2011 (plus 37.100 Personen).

Der Großteil des Wanderungsgewinns bei den Ausländern, nämlich rund 62 Prozent, entfiel auf EU-Bürger (absolut plus 31.500 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren hier ungarische Staatsangehörige (plus 6.600 Personen), es folgen die Deutschen (plus 6.200 Personen) und die Rumänen (plus 5.400 Personen).

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten lag bei einem Plus von fast 19.700 Personen, wovon aber rund 45 Prozent auf Europäer entfielen. Die größten Gruppen darunter waren russische Staatsangehörige (plus 1.800 Personen), serbische Staatsangehörige (plus 1.700 Personen) sowie Bürger aus Bosnien und Herzegowina (plus 1.500 Personen).

Insgesamt betrug der Ausländeranteil zu Jahresbeginn 2013 rund 11,9 Prozent. In absoluten Zahlen lebte etwa eine Million Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich, das entspricht einem Anstieg von 52.800 Personen seit Jahresbeginn 2012.