Erstellt am 06. Juli 2016, 07:57

Neue Gefahrgut-Rollcontainer für das Burgenland. Aufgrund der Vorgaben des Landes sowie des Bundes wurde der Landesfeuerwehrverband Burgenland vom Land Burgenland ersucht, das bisherige Stützpunktkonzept für Ersteinsatzmaßnahmen bei Schadstoff- und Strahlenschutzeinsätzen im Landesfeuerwehrverband Burgenland aufrecht zu erhalten.

Übergabe der Gefahrgutausrüstung (Schutzanzug der Schutzstufe 3) durch LH-Stv. Tschürtz und LFK Ing. Kögl an HBM Ing. Andreas Kuzmits und HBI Andreas Schmidt von der STF Oberpullendorf
 
 |  ABI Stefan Hahnenkamp , ABI Stefan Hahnenkamp

Die Fachreferate (Gefahrgutdienst, Strahlenschutzdienst sowie Feuerwehrtechnik) wurden aufgrund dieser Vorgaben beauftragt, ein Konzept auszuarbeiten. Bereits im Oktober 2011 wurde dann das Konzept für G2-Stützpunkte vorgestellt. Die bisherigen Ölstützpunktfeuerwehren bleiben erhalten und werden G2-Stützpunkte – jedoch mit verbesserter Ausrüstung. Diese Stützpunkte - die Stadtfeuerwehren Neusiedl am See, Mattersburg, Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf sowie die Ortsfeuerwehr Bernstein - sind heute hier vertreten und erhalten neben der bisherigen Ausrüstung auch neue, zeitgemäße Ausrüstungsgegenstände auf je vier Rollcontainern.

Wie bisher gilt für die G2-Stützpunktfeuerwehren als Einsatzgebiet der jeweilige Feuerwehrbezirk. Die genannten G2-Stützpunkte unterstützen die örtlich zuständige Feuerwehr über Anforderung bei Mineralölunfällen und kleineren Unfällen mit Gefahrgut. Dabei führen sie folgende Maßnahmen durch:

- diverse Abdichtmaßnahmen unter der erforderlichen Schutzstufe (mit Schutzanzüge der Schutzstufe 2 bzw. 3).

- Auffangen / Eindeichen / Ölsperrenbau

- Schadstoffmessungen

- Ab- und Umpumpen kleinerer Behälter (bis ca. 1.000 Liter, IBC-Container)

- Mitarbeit beim Aufbau eines Deko-Platzes.

100.000 Euro Investition

Landesfeuerwehrkommandant Ing. Alois Kögl dankte Landeshauptmannstellvertreter Feuerwehrreferent Johann Tschürtz für die Übernahme der Anschaffungskosten. „Diese kostengünstige Umsetzung - Gefahrgut-Ausrüstung in Rollcontainer für das jeweils vorhandene Versorgungsfahrzeug - wurde im Vorfeld sorgfältig geplant. Die Kosten in der Höhe von ca. 100.000 Euro wurden vom Land Burgenland genehmigt“. Des Weiteren dankte er auch allen Mitarbeitern der Fachreferate, den Bezirksreferenten und allen, die mitgeholfen haben ( ABI Ing. Braunstein, BR Ing. Klemenschitz, OBR Mag. Bader, BR Holzbauer, HBI Kopinits und den Ausbildern der Landesfeuerwehrschule), dass diese Übergabe heute erfolgen konnte.  Sein Dank galt aber auch den G2- und G3 Stützpunktfeuerwehren, die dieses Projekt begleitet haben und auch gemeinsam umsetzen.

„Es ist beeindruckend was unsere Feuerwehren leisten"

LH-Stv. Johann Tschürtz dankte für die Einladung zur Übergabe der Gefahrengut-Rollcontainer. In seiner Rede betonte er, welch umfangreiches Betätigungsfeld die Feuerwehr vor allem auf dem Gefahrengutsektor hat und welche Ausbildung und Experten zur Bewältigung von Gefahrguteinsätzen erforderlich sind. „Es ist beeindruckend was unsere Feuerwehren bei Brandeinsätzen, Unfällen, Katastrophen und vor allem bei Gefahrguteinsätzen leisten. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die erforderlichen finanziellen Mittel für den Ankauf dieser Spezialgeräte zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank und alles Gute bei der Arbeit mit der neuen Gefahrgut-Ausrüstung!“