Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Am Ende zählt die Wahrheit am Platz. Bernhard Fenz über die sportliche Entwicklung von Philipp Hosiner zum aktuellen Austria-Topstürmer. KOMMENTARPhilipp Hosiner ist nicht erst durch seine drei Tore beim spektakulären 6:4 gegen die Admira in Österreichs Elite angekommen.

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Philipp Hosiner ist nicht erst durch seine drei Tore beim spektakulären 6:4 gegen die Admira in Österreichs Elite angekommen. Seit dem Wechsel von Sandhausen zur Vienna im Juli 2010 gab der Stürmer hierzulande erst bei Blau-Gelb, später bei der Admira und jetzt bei der Austria immer wieder seine Duftmarke ab.

Inwieweit dem Eisenstädter der Karriere-Weg davor (2006 mit 17 Jahren zwei Jahre im Nachwuchs bei 1860 München, dann eine Saison 1860-Amateure, später eine Saison bei Sandhausen in der 3. Deutschen Bundesliga) eher half oder eher bremste, darüber scheiden sich noch heute die Geister. Hierzulande werde man beim eigenen Klub als junger, talentierter Österreicher viel gezielter gefördert und durch regelmäßige Einsätze bei den Profis auch viel kontinuierlicher und nachhaltiger auf höhere Aufgaben vorbereitet als anderswo – sagen die einen. Wer sich in einer fremden Umgebung bei einem Profiklub ausbilden lässt und durchsetzt, kann nur gute Qualität und jede Menge Erfahrungen gewinnen – sagen die anderen. Hosiner werden diese fußballphilosophischen Gedanken egal sein. Zu Recht. Er hat sich durchgebissen – egal wie, egal wo. Allein von daher gebührt ihm Respekt. Denn wo sonst liegt im Fußball die letzte Wahrheit, wenn nicht direkt am Platz?

ta.zvb@znef.b