Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:23

von Bernhard Fenz

Auch bei den Referees ist Weitblick gefragt. Bernhard Fenz über die Wiederbestellung von Günter Benkö als Boss der burgenländischen Schiedsrichter.

Dass Günter Benkö (60) im März 2016 seine fünfte Periode als Obmann des Burgenländischen Schiri-Kollegiums antreten wird, überrascht nicht. Der Ex-Spitzen-Referee steht den Unparteiischen seit 16 Jahren als Chef vor und ist längst eine Institution an der Spitze.

Speziell im Kollegium genießt der Rauchwarter volles Vertrauen. In der Fußballszene polarisiert Benkö, so wie schon als Aktiver. Das mag daran liegen, dass er stets eine ganz klare Linie fährt – die nicht jedem gefällt. Sei das etwa bei der Frage nach technischen Hilfsmitteln, die Benkö kategorisch ablehnt. Sei das bei Fragen der Spielleitung, wo er immer schon mehr dem Regelbuch als diplomatischen Bauchentscheidungen vertraute.

Unbestritten ist: Benkö repräsentiert die Schiedsrichter kompetent und ist ein Experte seines Fachs. Dass er vor seiner Wiederbestellung bereits ganz leise an Rücktritt gedacht hat, mag noch nicht viel bedeuten. Es ist aber ein Indiz, dass auch eine Institution an der Spitze nicht ewig aktiv sein wird. Insofern muss es im Sinne des Kollegiums sein, parallel einen neuen Boss heranreifen zu lassen. Denn das braucht Zeit – und Benkös Fußstapfen sind nicht gerade klein.

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