Erstellt am 25. November 2015, 05:48

von Markus Stefanitsch

Beleidigung geht zu weit. Markus Stefanitsch über die Angriffe auf Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics.

Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics wird seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren von einer gewissen Gruppe im Land regelmäßig angegriffen. Zumeist in verbaler Form – rund um Besuche des Bischofs ist es aber auch schon mal handgreiflich geworden. Einen neuen, traurigen Höhepunkt hat die Auseinandersetzung jetzt erfahren.

Die Diözese beendet die Zusammenarbeit mit dem Kroatischen Kulturverein „HKD“ mit dessen Vorsitzendem Stanko Horvath. Der Lockenhauser Zahnarzt ist seit Langem einer der schärfsten Kritiker des obersten Kirchenhirtens im Burgenland.

Mit seiner jetzigen Aussage gegen Zsifkovics und dem Hinweis, dass dieser mit seiner starken Sehbeeinträchtigung kein Wegweiser für die Menschen sein könne, hat Horvath aber eindeutig eine Grenze überschritten. Bei aller inhaltlichen Kritik an einem Geistlichen und dessen Führungsstil der Kirche, dürfen solche Entgleisungen in der Beurteilung einer Position nicht passieren.

Bischof Zsifkovics will die Angelegenheit nicht hochspielen, sieht in den persönlichen Angriffen aber eine Diffamierung aller sehbeeinträchtigten Menschen. Innerhalb der Diözese im Burgenland zeigt man sich schockiert.

Wobei vielen Kirchen-Insidern auch klar ist, dass HKD-Obmann Horvath der kleinen Schar an Zsifkovics-Kritikern mit seiner Aussage sowieso einen Bärendienst erwiesen hat. Wer derartig unter der Gürtellinie kritisiert, wird in der inhaltlichen Diskussion in Zukunft nur mehr sehr schwer ernst zu nehmen sein.

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