Erstellt am 15. August 2012, 00:00

Belohnung ist besser als Rettung. BERNHARD FENZ über die guten Chancen des SV Mattersburg in der aktuellen Cup-Saison.

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Der 4. April 2006 war in der jüngeren Cup-Historie des SV Mattersburg ein denkwürdiger Tag. Nicht nur, weil Rapid im Pappelstadion auf dem Weg zum ersten Endspiel durch ein Tor von „Schutti“ Wagner im Viertelfinale mit 1:0 besiegt wurde, sondern vor allem, weil es bis zum heutigen Tag das letzte (!) Heimspiel der Burgenländer im österreichischen Pokal war. Das lag in der Folge einerseits am hartnäckigen Lospech – schließlich drang der SVM etwa eine Saison später erneut ins Endspiel ein, ohne auch nur eine Partie vor eigenem Publikum absolviert zu haben –, andererseits war Eigenverschulden im Spiel. 1:5 im Achtelfinale bei den Rapid Amateuren (28. Oktober 2008), 0:1 in der ersten Runde bei den Admira Amateuren (14. August 2009) oder das Zweit-runden-K.o. im Elferschießen bei den Red Bull Juniors (21. September 2011) belegen die SVM-Schattenseiten.

In dieser Saison sieht es weit besser aus. Nicht weil der kommende Gegner (Landesligist Bad Vöslau) so schwach ist, sondern weil Mattersburg in der Bundesliga rasch in die Spur gefunden hat – auch wenn die jüngste 1:2-Niederlage in Innsbruck anderes vermuten lässt. Bleiben die Burgenländer im täglichen Fußballgeschäft in der Balance, ist tatsächlich etwas möglich. Dann können sich die Grün-Weißen mit dem ÖFB-Cup belohnen, anstatt laufend eine verkorkste Saison durch nötige Pokalerfolge retten zu müssen.

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