Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Besser nicht über den Tod reden. BERNHARD FENZ über Schrecken und Nicht-Schrecken beim Lizenzierungsverfahren.

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Wenn LASK-Präsident Peter Michael Reichel nach der erstinstanzlichen Bundesliga-Lizenzverweigerung öffentlich die Variante in Erwägung zieht, auf einen Protest (und somit die Chance auf die Lizenz) zu verzichten und eventuell von ganz neu zu starten, dann ist das nicht nur Verzweiflung, sondern wohl auch taktisches Kalkül. Statt eines Hilferufs wird gedroht, frei nach dem Motto: Dann wird der LASK in dieser Form eben sterben. Wer weiß, vielleicht hilft‘s.

Für den SV Mattersburg hat dieses Theater keine Relevanz. Wirtschaftlich haben die Burgenländer zum neunten Mal in Folge die Lizenz ohne Auflagen erhalten. Sportlich stehen sie knapp davor, den Klassenerhalt auch rechnerisch zu fixieren.

Auch wenn es in der bundesweiten Betrachtung nicht immer spektakulär wirken mag, was aus der Provinz im Osten kommt. Die solide Basis reicht, um sich erstens nun schon beständig in der Eliteliga zu halten sowie zweitens – im Falle eines Abstiegs – nicht gleich vom Sterben sprechen zu müssen. Und das ist langfristig gesehen wesentlich.

b.fenz@bvz.at