Erstellt am 05. Januar 2011, 07:09

Besser kurz nass, als ertrunken. MARKUS STEFANITSCH über positive Aussichten für das Burgenland.

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Das neue Jahr hat für Landeshauptmann Hans Niessl bestens begonnen. Er ist nicht ertrunken. Pessimisten würden sagen, er hat Pech gehabt, weil er beim Eislaufen am Apetloner See eingebrochen und bis zum Bauch im eiskalten Wasser gestanden ist.

Ähnlich könnte man auch das kommende Jahr 2011 betrachten: Positiv gesehen wird es mit der Wirtschaft im Land wieder aufwärts gehen, neue Arbeitsplätze werden geschaffen, alte erhalten. Negativ kann man den Fokus auf die zahlreichen Einsparungen richten, und dass wir den Gürtel wieder enger schnallen werden müssen. Egal, wie man es sieht, wie das Jahr 2011 wirklich war, werden wir sowieso erst am 1.1.2012 wissen.

Dennoch ist ein positiver Blick auf 2011 durchaus ratsam. Vor allem in einem Jahr, in dem das jüngste Bundesland sein 90-jähriges Jubiläum feiert. Landeshauptmann Hans Niessl hatte im Weihnachts-Interview mit der BVZ schon recht, wenn er den Grundtenor in der Bevölkerung folgendermaßen beschreibt: „Wir können etwas, wir leisten etwas und wir sind stolz darauf, Burgenländer zu sein.“

Eitel Wonne ist deshalb zwar noch nicht alles, aber diese positive Grundstimmung ist für die kommenden Herausforderungen wichtig, damit das Burgenland trotz Sparkurses auch den 100er erfolgreich feiern kann. Dieser Verantwortung muss sich auch die Politik bewusst sein. Der Erfolg der vergangenen Jahre wurde von den Burgenländerinnen und Burgenländern erarbeitet und erwirtschaftet. Die Politik muss in erster Linie die optimalen Rahmenbedingungen schaffen. Und die sollten auf jeden Fall stabiler sein, als die Eisdecke auf dem Apetloner See.

LEITARTIKEL

m.stefanitsch@bvz.at