Erstellt am 06. Mai 2015, 06:55

von Markus Stefanitsch

Blaue sind fußfrei in der ersten Reihe. Markus Stefanitsch über die Rolle der FPÖ im burgenländischen Wahlkampf.

FPÖ-Chef Hans Tschürtz fühlt sich derzeit wie im Kino, und zwar im Heimatfilm „Wahlkampf“ – erste Reihe fußfrei. Die Protagonisten Hans Niessl (SPÖ) und Franz Steindl (ÖVP) liefern sich, dramaturgisch gut inszeniert, Woche für Woche „beinharte“ Duelle. Freilich nie in persönlichen Angriffen, sondern vielmehr im Wettbewerb der besseren Ideen.

Die Parteifreunde darunter hingegen schießen fast täglich Giftpfeile in die gegnerischen Lager. Manchmal könnte man fast den Vergleich mit dem Filmklassiker „Krieg der Knöpfe“ ziehen, wenn die Themen dazu nicht gar so ernst wären.

Hans Tschürtz (

) kann sich in aller Ruhe zurücklehnen und den Wahltag am 31. Mai abwarten.

Böse Zungen behaupten, je weniger die FPÖ im Burgenland auftritt, umso mehr Stimmen werde sie bekommen. Vorausgesetzt, Bundesparteiobmann HC Strache legt sich – und davon ist auszugehen – auch bei der Burgenlandwahl noch stark ins Zeug. Bei der Wahl wird Tschürtz aller Voraussicht nach hinzugewinnen und, wenn für die Blauen alles rund läuft, sogar ein zweistelliges Ergebnis einfahren.

Der Wunsch von Tschürtz, dass die Blauen so viel zulegen, um sogar Schwarz-Blau in der Regierung andenken zu können, ist selbst für die größten blauen Optimisten kaum vorstellbar. Noch dazu, wenn SPÖ-Landeschef Hans Niessl seit Wochen mit Themen wie Grenzkontrollen und Videoüberwachung ganz gezielt im Becken der FPÖ-Wähler fischt.

Somit ist das Schlimmste, was Hans Tschürtz politisch passieren kann: Weitere fünf Jahre als gut bezahlter FPÖ-Klubobmann im Landtagskino zu sitzen, weiter dem Regierungs-Film zuzusehen und gelegentlich Oppositionspolitik zu betreiben.

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