Erstellt am 22. April 2015, 07:25

von Bernhard Fenz

Das Reserveproblem ist nur eine Facette. Bernhard Fenz über das Thema Reserven im Amateurfußball. Gibt es Probleme, ist der Verein generell gefährdet.

Reserven im Unterhaus, das ist ein schwelendes Problem. Vielerorts gibt es zu wenig Personal für eine funktionierende „Revue“, die sportliche Wertigkeit leidet. Kein Zufall also, dass der BFV mit einem Fragebogen die Stimmungslage bei den Klubs erhebt.



Folgende Lösungsvarianten: 1.) System beibehalten. 2.) Reserven in einer eigenen Spielgemeinschafts-Meisterschaft, losgelöst vom Kampfmannschaftsbetrieb. 3.) Neue 3. Klasse (ohne Aufstiegsrecht) für alle Klubs ohne Reserven. Die BVZ-Recherche ergab, dass die Mehrheit für das bestehende System ist (auch teils aus – wie die Klubs mitteilen – Mangel an echten Alternativen).

Der Wille für eine Reserve bleibt also vorhanden. Anders gesagt: Die meisten, die einen geregelten Spielbetrieb aufrechterhalten können, nehmen das Paket an. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn Vereine den Spielbetrieb einstellen, ist das kein primäres Reserve-, sondern ein generelles Strukturproblem. Und dagegen werden, sollte tatsächlich Personalmangel die Ursache sein, künftig ohnehin nur komplette Vereins-Zusammenschlüsse helfen können.