Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Das System muss ausbaufähig sein. BERNHARD FENZ über Sinn und Unsinn rund um die erste Hauptrunde im ÖFB-Cup.

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Der Montagabend als die erste Hauptrunde ausgelost wurde hat wieder einmal deutlich gemacht, wie zweischneidig der ÖFB-Samsung-Cup für die sogenannten kleinen Vereine sein kann. Toll ist der Bewerb dann, wenn Klubs wie Baumgarten über ein Traumlos wie Red Bull Salzburg jubeln dürfen. Solche Partien sind neben dem völlig außergewöhnlichen sportlichen Reiz für die Spieler in erster Linie auch eine wirtschaftlich steile Sache. Wenn bei einem Meisterschafts-Heimspiel durchschnittlich 300 Besucher zu Gast sind, braucht es keine hochwissenschaftlichen Formeln, um sich auszumalen, welchen Stellenwert dann ein Match vor 1500 bis 2000 (oder vielleicht noch mehr) Fans hat.

Die Kehrseite bekommen wiederum BFV-Cupsieger Sankt Margarethen und Regionalliga-Aufsteiger Stegersbach zu spüren: Wer in Runde eins nach Wattens (eine Strecke rund 520 Kilometer) oder gar Dornbirn (rund 670 Kilometer) fahren muss, dem ist in keiner Weise geholfen. Fragt sich nur, warum es nicht möglich ist, bei 64 Mannschaften in der ersten Hauptrunde ein (geographisch) vernünftiges System zu finden, das Amateurklubs gerade solche Wahnsinnsreisen erspart.

b.fenz@bvz.at