Erstellt am 22. Januar 2014, 12:00

Der durchgehende rote Faden fehlt. Bernhard Fenz über die Bundesliga-Zukunft nach dem jüngsten Rücktritt von Georg Pangl.

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Lebhaft könne er sich, das sagte Georg Pangl bei seiner Abschieds-Pressekonferenz, noch an seinen ersten Auftritt als Bundesliga-Vorstand im Jahr 2004 erinnern.

Im Lusthaus im Wiener Prater hatte der Stotzinger seine ersten Pläne erläuterte. Der Visionär Pangl – 2002 und 2003 noch organisatorisch federführend bei den Champions-League-Finalspielen – wollte der österreichischen Bundesliga nachhaltig zumindest ein gewisses Flair der weiten Fußballwelt einhauchen, wie er stets klarstellte. „Ich breche gewisse Erfahrungen aus großen Ligen auch auf unsere herunter.“

Neun Jahre später zog er nun einen Schlussstrich. Ob internationale Visionen, beispielsweise flächendeckend moderne(re) Stadionstrukturen, nicht oder nur schwer auf ein kleines Fußball-Land wie Österreich umzumünzen sind, sei dahingestellt. Dass nachhaltige Entwicklungen – egal in welche Richtungen – nur durch ein gemeinsames Vorgehen der Klubs und eine einheitliche Linie der Bundesliga-Gremien funktionieren können, steht aber fest.

Stattdessen steckte Pangl im Interessens-Vakuum aller Beteiligten scheinbar fest. Entweder wurde blockiert, oder alles hinterfragt und zerredet: Der durchgehende rote Faden fehlt. Diese große Hürde wartet auch auf seine Nachfolge.