Erstellt am 19. Dezember 2012, 00:00

Der Respektabstand ist kein Trost. Bernhard Fenz über die sportlichen Rückschritte des SV Mattersburg – entgegen den Erwartungen, was möglich wäre. KOMMENTARSanft war sie vorhanden – die Zuversicht aufgrund der beiden Heimerfolge gegen Admira und Wiener Neustadt.

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Sanft war sie vorhanden – die Zuversicht aufgrund der beiden Heimerfolge gegen Admira und Wiener Neustadt. Nach dem 0:7-Debakel in Salzburg steht fest: Der SVM konnte zwei Runden lang Schadensbegrenzung für einen letztlich verkorksten Herbst betreiben, mehr nicht.

Nach den tollen ersten sechs Runden und 12 Punkten findet sich Mattersburg jetzt mit 21 auf Platz sieben wieder. Nur dem Start ist es zu verdanken, dass sich die Burgenländer nicht mitten im Abstiegskampf befinden. 14 Spieltage lang blieben die Profis jene Konstanz schuldig, die ihnen aufgrund der Entwicklung zuzutrauen war. Auch ambitionierte Auftritte wie beim 1:3 gegen die Austria oder beim 0:0 in Graz gegen Sturm ändern daran nichts, wenn Heimspiele gegen Innsbruck und den WAC insgesamt nur einen Punkt bringen, wenn Pleiten wie beim 1:5 in der Südstadt, beim 1:6 in Ried oder beim 0:7 in Salzburg Fragen nach der Kompaktheit aufwerfen und die spielerische Linie als Konsequenz daraus flöten geht. Dass der SVM zumindest mit dem Respektabstand von fünf Punkten auf den Abstiegsplatz überwintert, ist da kein Trost – nicht in einer Saison, in der das gesicherte Mittelfeld als Ziel so klar wie schon lange nicht mehr war.

b.fenz@bvz.at