Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Der SVM kann sich nur selbst schlagen. BERNHARD FENZ über die Ausgangslage im derzeit völlig ungleichen Abstiegskampf der Tipp3 Bundesliga.

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Rund zwei Wochen haben die Profis des SV Mattersburg Zeit, um ihren Winterfrieden zu genießen. Das war nicht immer so. In den letzten Jahren gingen sich durch die terminliche Konstellation wenigstens ein paar zusätzliche Tage Urlaub aus.

Was soll’s. Dass unterm Strich keine zwei Monate zwischen dem Ende des Herbstes und dem Start des Frühjahrs liegen, wird beim SVM trotzdem nicht ins Gewicht fallen. Jeder weiß, was zu tun ist, das (Fußball-)Rad der Zeit muss nicht neu erfunden werden.

Bei Tabellenschlusslicht Kapfenberg hingegen würde wohl jeder weitere Vorbereitungstag guttun. Neo-Trainer Thomas von Heesen muss aus der völlig verunsicherten Truppe ein Schlusslicht formen, das in den verbleibenden 17 Runden sieben Punkte auf den Vorletzten – also den SVM – aufholt. Zu dem Zweck wäre ein Zeichen gleich zu Beginn sinnvoll, Punkte vom Start weg erhöhen schließlich den Druck auf die Konkurrenz. Klappt das nicht, wird das erwünschte Aufrollen des Feldes bald zur unerreichbaren Mission.

Ob es den Steirern in der kurzen Zeit gelingt, die Schrauben so zu verstellen, dass ein rasch funktionierendes Ganzes herauskommt, ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass auch Mattersburg mitspielen und kräftig schwächeln muss. Davon ist – abgesehen von punktuellen Streichresultaten – nach dem zweiten Saisonviertel aber nicht auszugehen. Insofern wird es doppelt schwer für Kapfenberg, denn in Wahrheit kann sich Mattersburg in diesem mittlerweile ungleichen Zweikampf ohnehin nur noch selbst ein Bein stellen.

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