Erstellt am 22. Oktober 2013, 12:39

Der Trainer hier, die Mannschaft dort. Bernhard Fenz über eine Saison für den SV Mattersburg, in der nach der Konsolidierungsphase auch umgebaut werden könnte. KOMMENTARWas haben Martin Scherb, Michael Streiter und Helmut Kraft gemeinsam? Alle drei sind derzeit vereinslose Trainer

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Was haben Martin Scherb, Michael Streiter und Helmut Kraft gemeinsam? Alle drei sind derzeit vereinslose Trainer und schwirren als potenzielle Kandidaten für den Job des neuen SVM-Betreuers durch die Gerüchteküche. Was Sache ist, weiß nur Vereinsboss Martin Pucher. Der Bankdirektor kommentiert Gerüchte aber grundsätzlich nicht, lässt sich auch nicht von außen „beraten“. Es wäre also gar nicht so überraschend, würde Pucher am Ende einen bislang nicht ins Spiel gebrachten Namen aus dem Hut zaubern.

Vorerst stellte der Vereinsboss nur in Aussicht, dass die Bestellung des neuen Trainers dauern könne – das mögliche Zeitfenster reicht bis Ende November.

Aber egal, wann die Entscheidung fällt: Auch mit einem neuen Coach wird Grün-Weiß nicht mehr die Wahnsinns-Aufholjagd Richtung Titel gelingen.

Längst geht es nur noch darum, wie sich der SVM in der neuen Liga so zurechtfinden kann, damit früher oder später wieder vorhandenes Potenzial abgerufen wird. Ob das dann tatsächlich für eine Meistertruppe reicht, steht wieder auf einem anderen Blatt – ebenso, wie sehr aktuell langzeitverletzte Leistungsträger – Beispiel Manuel Seidl, Beispiel Patrick Bürger – dann den Unterschied ausmachen könnten.

Fest steht, dass die gestellten Anforderungen an die Mattersburger Mannschaft aktuell zu hoch sind. Kompakt auftreten und auch noch einen permanent dominanten Spielstil auf den Platz bringen, ist so knapp nach dem Abstiegs-Keulenschlag in dieser Saison nicht drin. Was ganz oben für den Klassenerhalt gereicht hat (im Extremfall muss nur eine Mannschaft schlechter platziert sein), ist eine Etage weiter unten ganz offensichtlich noch zu wenig für die absolute Spitze.

Unwichtig ist die Saison 2013/2014 deshalb trotzdem nicht, im Gegenteil. Im Zuge einer nötigen Konsolidierung muss schließlich auch die Mannschaft am Prüfstand stehen. Wer kann überhaupt helfen, einen angepeilten Aufstieg zu erreichen? Wo besteht Handlungsbedarf? Um diese personelle Strukturreform wird man nicht herumkommen.

b.fenz@bvz.at