Erstellt am 05. März 2013, 09:25

Die Amateure sind nicht nur ein Fluch. Bernhard Fenz über das finanzielle Trostpflaster an die Vereine – dafür, dass Bundesliga-Zweierteams in ihrer Regionalliga spielen.

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10.000 Euro jährlich würden die zwölf „echten Klubs“ der Ostliga künftig erhalten. Warum? Je 30.000 Euro müsste jeder Bundesligist für sein Amateur-Team laut Vorschlag des neuen Ligaformats künftig an die Regionalliga abliefern. Das Geld wird aufgeteilt – macht bei vier Amateuren (Austria, Rapid, SVM, Admira) 120.000 Euro – 10.000 pro Verein.

Sollte wie angedacht eine Beschränkung auf drei Amateure folgen, würden es künftig 90.000 Euro und pro Saison knapp 7.000 Euro Schmerzensgeld für die Klubs sein. Schmerzensgeld, weil leere Ränge (wie etwa bei den Admira- oder Austria-Heimspielen oft der Fall) den Charme einer umkämpften dritten Liga auf eine harte Probe stellen, die Teams – abhängig davon, wer gerade aus dem Profikader dabei ist – aufgrund der Personalstruktur beim Leistungspotenzial schwanken können und zudem nicht aufstiegsberechtigt sind. Das gefilterte Betrachten der Tabelle ist zäh.

Und doch sind Bundesliga-Fohlen, wie das oft und gerne dargestellt wird, nicht nur ein Fluch. Immerhin wird das sportliche Niveau der Liga gehoben, weil Amateure das spielerische Element forcieren. Das wiederum kann positiv abfärben.