Erstellt am 08. Juli 2015, 06:46

von Bernhard Fenz

Die Basis für einen würdigen Rahmen. Bernhard Fenz über neue Chancen rund um das Finale des BFV-Raiffeisen-Cups.

Der burgenländische Pokalbewerb hat sich im Lauf der Jahre vom Stiefkind zu einem anerkannten Konstrukt abseits der Meisterschaft gemausert.



Verantwortlich dafür war vor drei Jahren die Neuvergabe der ÖFB-Cup-Tickets, die ausschließlich über den BFV-Cup abgewickelt wurde. Seitdem ist der Bewerb auch für die Ostliga- und BVZ-Burgenlandliga-Teams geöffnet – und attraktiviert.

Einziger Haken: Die vier Finalturnier-Teilnehmer staubten auch gleich alle vier Plätze im ÖFB-Cup ab, was die Spannung empfindlich raubte. Das wird ab sofort anders:
  • Nur der Sieger erhält künftig ein Ticket für den österreichweiten Pokalbewerb. Bitter für kleinere Vereine, die so noch schwerer an einen ÖFB-Cup-Platz kommen werden, weil sie den Burgenland-Bewerb schon gewinnen müssten. Gut für das Teilnehmer-Niveau, weil die neue Vergabe mit dem Cupsieger, den beiden besten Ostliga-Teams und dem Regionalliga-Aufsteiger aus der BVZ Burgenlandliga sportlich vernünftig ist.

  • Statt Finalturnier der letzten vier Teilnehmer wird es im BFV-Cup vorab Semifinali und dann ein eigenes Endspiel geben. Gerade bei der Final-Abwicklung könnten sich neue Wege öffnen, etwa mit einem Flagschiff-Event des Verbands als Top-Saisonabschluss – inklusive Symbiose mit dem Nachwuchsfußball. Ein Beispiel: Die Finalduelle der U14- und U16-Landesmeisterschaften, kombiniert mit dem Cup-Endspiel.

Die Chance, einen interessanten burgenländischen Fußballtag mit Nachwuchs- und Erwachsenenkick sowie entsprechender Begleitmusik auf die Beine zu stellen, ist also gegeben. So ein Paket würde den Stellenwert steigern – und noch dazu die Chance auf einen würdigen Rahmen und gute Stimmung wesentlich erhöhen.