Erstellt am 28. November 2012, 00:00

Die Bindung macht den Unterschied. Bernhard Fenz über den baldigen Fall der Legionärsbeschränkung im Amateurfußball. KOMMENTARKlare Sache: Das EU-Recht ermöglicht über unsere Landesgrenzen hinweg das gleiche Recht auf Freizeitgestaltung.

 |  NOEN

Klare Sache: Das EU-Recht ermöglicht über unsere Landesgrenzen hinweg das gleiche Recht auf Freizeitgestaltung. Der baldige Fall der Legionärsbeschränkung im Amateurfußball ist die logische Folge.

Die Vereine könnten somit, wenn sie wollten, eine neue Strategie fahren – mit viel mehr Legionären. Gleichzeitig müssen die Klubs ihr eigenes Bestehen mittel- und langfristig sichern – ein schwerer Grat. Denn wer sich auf der Suche nach Erfolg künftig vom nötigen Legionärsanforderungsprofil (sportlich über dem Rest der Mannschaft stehend, menschlich zum Klub passend, Beitrag zu einer guten Mischung, Leit- und Identifikationsfigur für junge Akteure) verabschiedet, kann auf Sicht gesehen nur verlieren. Zu jeder Transferzeit kurzfristigen Fußball-Tourismus aus dem Ausland forcieren, bringt einfach keine Bindung der Bevölkerung zum Klub. Wen interessiert eine dauerhaft zusammengewürfelte Truppe? Die richtige Auswahl und eine ausgewogene Mischung mit dem eigenen Nachwuchs (nicht nur wegen neuer Spieler, sondern auch wegen möglicher neuer Funktionäre) macht hingegen Sinn. Klingt vielleicht abgedroschen, wird aber aktueller denn je.

b.fenz@bvz.at