Erstellt am 01. Juni 2016, 00:25

von Bernhard Fenz

Die Sinnhaftigkeit steht auf dem Spiel. Bernhard Fenz über den Titelkampf in der BVZ Burgenlandliga und die offene Aufstiegsfrage.

Eberau 60 Punkte, Eltendorf 57 Punkte, SVM Amateure 56 Punkte, Draßburg 55 Punkte: Zwei Runden vor Schluss haben noch vier Teams die Chance auf den Meistertitel in der BVZ Burgenlandliga – und somit auch die Gelegenheit, in die Regionalliga Ost aufzusteigen. Was auf den ersten Blick völlig logisch klingt, wird aber zunehmend komplizierter.

  • Denn weder bei Eberau, noch bei Eltendorf ist nach außen klar, ob die Vereine einen Aufstieg auch annehmen würden. Das müsse erst noch intern abgeklärt werden. Beim Vierten Draßburg ist die Regionalliga bereits abgehakt. Man werde laut Präsident Christian Illedits auch nicht den Weg nach oben antreten, sollte ein Top-Klub verzichten.

  • m Bleiben die Amateure des SV Mattersburg, die zwar fix wieder zurück in die Regionalliga wollen, die sich aber durch Umfaller wie bei Schlusslicht Jennersdorf (2:3 trotz numerischer Überzahl ab der 3. Minute) immer wieder selbst im Weg stehen – und die im Aufstiegs-Wirr-Warr ohnehin eine Sonderstellung einnehmen. Die Amas müssen zwingend Erster werden und hätten dann noch eine Relegation gegen das schlechtestplatzierte Amateurteam der Ostliga um den Aufstieg vor sich. Das hängt mit der beschränkten Zahl an Amateurmannschaften in der Regionalliga zusammen.

  • Hier schließt sich der Kreis: Ein etwaiger Aufstieg der SVM-Fohlen hätte nämlich überhaupt keine Auswirkung auf die oben genannten Klubs. Denn der beste Nichtamateur ist so oder so mit einem fixen Aufstiegsrecht ausgestattet.

Also stehen die verbliebenen Kandidaten im Kampf um die Spitze der BVZ Burgenlandliga nach wie vor in der Pflicht, sich zu deklarieren und sich auch mit einem Aufstieg anzufreunden. Das mag mancherorts nicht einfach sein – Stichwort Budget, längere Auswärtsfahrten, zweite Kampfmannschaft statt der Reserve. Nur sind diese Spielregeln nichts Neues und allgemein bekannt. Findet sich also tatsächlich niemand, der aufsteigen will, würde das den sportlichen Wert und die Sinnhaftigkeit des Systems völlig ad absurdum führen.