Erstellt am 17. Juni 2015, 09:33

von Markus Stefanitsch

Ein beliebter Landeshauptmann. Markus Stefanitsch über Niessls Platz 1 in Österreich und die Entstehung des SPÖ-Teams.

Platz 1 für Niessl in Österreich. Ob sich Landeshauptmann Hans Niessl zuletzt in der Beliebtheitsskala der Österreicher nach oben katapultiert hat, darüber gibt es noch keine Studien. Über seine Medienpräsenz der vergangenen Woche sehr wohl: Beim Politikerranking der APA erreichte er den Spitzenwert von 1.241 in ganz Österreich.

Für diese Zahl wird jede einzelne Nennung in allen österreichischen Tageszeitungen ermittelt. In derselben Woche rangierte etwa Werner Faymann mit 945 Nennungen auf Platz zwei, HC Strache mit 766 auf Platz vier und Neo-Landesrat Norbert Darabos auf Platz sechs mit 490 Nennungen.

Ringen um Regierung. Genannt und spekuliert wurden in den Tagen nach Bekanntgabe der neuen rot-blauen Regierung verschiedenste Namen – vor allem innerhalb der SPÖ. Neben den Fixstartern Verena Dunst und Helmut Bieler suchte Landeshauptmann Hans Niessl über das Wochenende nach der Einigung eifrig nach neuen Gesichtern für das SPÖ-Regierungsteam.

Es ist kein Geheimnis, dass Niessls erste Wahl bei der zweiten Frau (neben Dunst) in der Regierung seine Büroleiterin Christina Fleischacker war. Diese sagte aber dankend ab und so kam die junge Steinbrunnerin Astrid Eisenkopf zum Zug. Ähnlich erging es Norbert Darabos. Erst nach der Absage von Neutals Bürgermeister Erich Trummer wurde er aus Wien als Bundesgeschäftsführer „abgezogen“ und sitzt quasi auf dem „Oberpullendorf-Mandat“ in der Regierung.

Apropos Oberpullendorf: Der bisherige Landesrat Peter Rezar war alles andere als erfreut über seine Abberufung und stimmte im Parteivorstand offen gegen das neue Team. Da murrten so einige Parteifreunde: „Da war er ein schlechter Verlierer. Gerhard Steier (Noch-Landtagspräsident, der auch nicht mehr von Niessl nominiert wurde, Anm.) hat es besser gemacht, der ist erst gar nicht mehr zur Sitzung gekommen.“