Erstellt am 02. Juli 2014, 07:01

von Bernhard Fenz

Ein doppelt bitteres Ende in Baumgarten. Bernhard Fenz über die Spielbetriebs-Einstellung in der BVZ Burgenlandliga und die Folgen für die neue Saison.

42 Jahre. So lange schon spielte Baumgartens Fußballverein nie tiefer als in der burgenländischen Landesliga. Diese seit 1972 geschaffte Tradition eines Klubs, bei dem Kicker wie Andreas Ivanschitz als Fußball-Zwerge ihre ersten Ball-Erfahrungen gemacht haben und der ein Fixstern am Amateurfußball-Himmel war, ist vorerst vorbei.

Schon über einen längeren Zeitraum hinweg drang durch, dass die Funktionärs-Crew personell strauchelt, dass die finanziellen Mittel für einen vernünftigen Spielbetrieb in der höchsten Liga des Landes nicht (mehr) ausreichen könnten – kurzum: dass es dem Ende zugehen könnte.

Nun ist es passiert. Am Montag gab die Klubführung brieflich bekannt, was Sache ist. Der Spielbetrieb ist eingestellt worden. Dem Traditionsklub bleibt zu wünschen, dass sich 2015/2016 doch erneut jemand findet, um das stillgelegte Werkl wieder in Gang zu bringen.

In der neuen Meisterschaft wird Baumgarten 2014/2015 als (inaktiver) Fixabsteiger das Schlusslicht der BVZ Burgenlandliga sein, somit nehmen nur 15 statt 16 Klubs an der Meisterschaft teil.

Hätte sich der ASK zehn Tage früher, also bis zum 20. Juni, zu dem Schritt entschlossen, wäre der Verein innerhalb der nötigen Frist ans Tabellenende gereiht worden, hätte sich ein Absteiger (im konkreten Fall Stinatz) über den nachträglichen Klassenerhalt gefreut und hätte die neue Punktejagd wieder mit 16 Vereinen durchgeführt werden können. So gesehen ist der Zeitpunkt doppelt bitter – nicht nur für Baumgarten, sondern vor allem auch für Fußball-Burgenland.