Erstellt am 16. April 2013, 10:06

Ein hochstilisierter Krimi? Nein danke. Bernhard Fenz über die verpasste Gelegenheit des SVM gegen Salzburg, vorab zusätzliche Klarheit im Abstiegskampf zu schaffen.

 |  NOEN
Wer glaubt, dass Martin Pucher nach 25 Jahren Obmann-Tätigkeit ein Spiel seines SVM ruhig und gelassen verfolgen kann, der irrt – nicht in dieser heißen Phase der Meisterschaft. Speziell im Finish und nach dem Schlusspfiff machte der Boss der Grün-Weißen auf seinem Stammplatz am Presse-Balkon des Vereinshauses einige Meter. Der Bankdirektor rotierte nach dem 1:2 gegen Salzburg. Kein Wunder: Innerhalb von drei Minuten hatten sich seine grün-weißen Schützlinge die Butter vom Brot nehmen lassen.

Ein voller Erfolg gegen den Meister wäre nicht nur die nötige Moralinjektion für die nächste Partie bei Sturm Graz gewesen, sondern auch ein unerwarteter „Big Point“ Richtung Klassenerhalt und eine beruhigende Ausgangslage, bevor Schlusslicht Wacker Innsbruck am übernächsten Samstag zu Gast ist. Pucher kennt die Brisanz solcher Spiele nur zu gut – auf einen hochstilisierten Abstiegskrimi kann er gerne verzichten. Auch deshalb ist sein Ärger verständlich.