Erstellt am 31. Dezember 2014, 05:38

von Bernhard Fenz

Ein Umstand, der ein Ansporn sein kann. Bernhard Fenz über den Aufstieg zum Profi am Beispiel Thorsten Mahrer. Er musste sich jahrelang in Geduld üben.

Ronny Spuller hat seinerzeit bewiesen, dass der Schritt in die Bundesliga auch noch im leicht vorgerückten Kicker-Alter gelingen kann. Der pfeilschnelle Forchtensteiner wurde 2009 – mit 28 Jahren – von den Amateuren des SV Mattersburg zu den Profis beordert, wo Spuller viereinhalb Saisonen lang noch dabei war.

Normalität war und ist das als vereinsinterner Werdegang freilich nicht. Gerade beim SVM wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Jungprofis herangeführt und prompt in den Stamm eingebaut (jüngste Beispiele sind Sven Sprangler, 19, oder Markus Kuster, 20). Angesichts dessen geht dann ein Patrick Farkas oder ein Lukas Rath (beide 22) fast schon als Routinier durch, gestandene Profis sind sie längst.

Im Frühjahr überraschten die Grün-Weißen aber doch wieder, als Thorsten Mahrer von den Amateuren befördert wurde. Warum? Mit 18 Jahren stieß er zum Verein, knapp sechs Jahre später war er mit 24 nach wie vor nur für die Zweier-Garnitur tätig.

Jetzt, Ende des Jahres 2014, zählt er beim SV Mattersburg nach der ersten halben Saison als „echter Profi“ schon zum defensiven Stammpersonal. Verwunderlich, dass die Verantwortlichen nicht schon früher auf die Dienste des ehemaligen Rapid-Nachwuchsspielers zurückgegriffen haben.

Fakt ist: Auch mit Mitte 20 haben Spieler die Chance, den Sprung noch zu schaffen. Dieser Umstand kann ein Ansporn sein für alle jene, die nach wie vor auf ihre Möglichkeit warten, aber noch unberücksichtigt blieben – und die sich vor allem aufgrund dieses Umstands nicht körperlich und einstellungsmäßig schon mehr an die unteren Etagen des Fußball-Unterhauses angepasst haben.