Erstellt am 07. August 2013, 07:24

Ein Zugang, der auch Sicherheit garantiert. Bernhard Fenz über das Halbprofitum beim SC/ESV Parndorf in der Ersten Liga.

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Unter Tags Klassenvorstand in der Neuen Mittelschule, am Abend Tormann bei einem Verein in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse: Ab September wird das der Alltag von Parndorf-Goalie Udo Siebenhandl sein, der seine Ausbildung abgeschlossen hat und dann neben seinem Job auf dem Platz auch im zivilen Berufsleben stehen wird. Er ist nicht die Ausnahme bei den Nordburgenländern. Ob Versicherung, Verwaltung, Gebietskrankenkasse, Schokoladenhersteller oder UNI: Bis auf die Legionäre fährt die große Mehrheit im Kader zweigleisig.

Rein sportlich hat dieses Konstrukt zweifelsohne den Nachteil, dass zweimaliges Trainieren am Tag nicht drin ist. Auf der anderen Seite ist so die strukturelle Schnittstelle zwischen der Ostliga und der Ersten Liga fließend. Weder musste sich der Verein nach dem Aufstieg neu aufstellen, noch ist der Zusammenbruch bei einer etwaigen Rückkehr in die Regionalliga zu befürchten.

Etabliert sich Parndorf nun in der Bundesliga, ist das Konzept des Vereins aufgegangen. Geht die Reise wieder zurück, fällt dem SC/ESV kein großes Risiko auf den Kopf. Die Basis bleibt stabil. In einer Liga, wo es mancherorts kracht, dass es (k)eine Freude ist, kann dieser pragmatische Zugang also kein Nachteil sein.